Tuvia Tenenbom
Allein unter Briten - Eine Entdeckungsreise

Mit Fotos von Isi Tenenbom. Aus dem amerikanischen Englisch von Karen Witthuhn
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Erschienen: 17.02.2020
suhrkamp taschenbuch 4999, Klappenbroschur, 497 Seiten
ISBN: 978-3-518-46999-6
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Als Dramatiker und Gründer des Jewish Theater of New York wusste Tuvia Tenebom schon immer gutes Theater zu schätzen. Und wo kommen die besten Stücke zur Aufführung? In Großbritannien natürlich! Grund genug also, der Insel mal wieder einen Besuch abzustatten, zumal in einer Zeit, in der das große Brexit-Schauspiel über die Bühne geht. Ist es eine Komödie? Ist es eine Tragödie? Oder schlicht absurdes Theater?, wollte er von den Briten wissen. Das war zumindest der Plan. Aber: Der Mensch denkt, und Gott lacht, wie es so schön heißt. Denn seine Reise – die ihn über viele Monate durch das Vereinigte Königreich führte und während der er in Winston Churchills Zimmer ein Nickerchen machte, mit Jeremy Corbyn Katz und Maus spielte, mit Nigel Farage verbotenen Tabak rauchte, ein Monster verspeiste und einem Geist nachstellte – gestaltete sich ganz anders als angenommen. Die meisten Inselbewohner wollten nämlich mit ihm nur bedingt über den Brexit sprechen, dafür redeten sie bereitwillig über andere Themen – Themen, die ihnen am Herzen lagen, wie der allgegenwärtige Antisemitismus. Die Gespräche, die Tuvia Tenenbom mit Lords und Ladies führte, mit Politprofis und Pub-Philosophen, Wohlhabenden und Habenichtsen, Geistesgrößen und Geistlichen, mit Gangstern und Beauty Queens, mit Antisemiten und Palästina-Romantikern u.v.m., zeichnen nicht nur ein erhellendes Stimmungsbild der englischen Gesellschaft, sondern zeigen auch, dass sie zutiefst gespalten ist und erbittert um ihre Identität und ihre Zukunft kämpft.

Pressestimmen

»Tenenbom hat ein Händchen hat für alltägliche Komik und skurrile Begebenheiten. ... sein Roadtrip [bietet] so einiges
über Großbritannien an, ganz ohne über den Brexit reden zu müssen.«

Christopher Wimmer, taz. die tageszeitung

»Tenenbom hat ein Händchen hat für alltägliche Komik und skurrile Begebenheiten.«

Christopher Wimmer, taz, die tageszeitung

»Der Leser wird schmunzeln, oft sogar hellauf lachen, denn Tenenbom hat Humor. (Selbst in der Übersetzung kommt sein unverkennbar jiddisch-jüdischer Witz zum Tragen.)«

Walter Kaufmann, neues-deutschland.de

»Hier schreibt ein Mensch, der sich nicht mit vorgegebenen Sichtweisen und Sprachregelungen abspeisen lässt – und dabei seinen Humor behält.«

Sebastian Hammelehle, Spiegel Online

»Provokant und das Gegenteil einer Wohlfühlreportage. … Tenenbom ist trotz aller rücksichtslosen und bissigen Urteile nie darauf aus, dem Leser endgültige Antworten und abschließende Zustandsbeschreibungen auf Kosten der Realität zu präsentieren.«

Nico Hoppe, Jungle World

»Tenenbom beeindruckt mit seinem unnachgiebigen Hinterfragen dessen, was sich ihm präsentiert und was ihm erzählt wird und erregt damit regelmäßig Irritationen bei seinen Gesprächspartnern … Tenenboms Buch ist nicht nur der umfangreichste der hier vorgestellten Titel, es hinterlässt auch die verstörendsten Einsichten und Fragen.«

Holger Ehling, Buchkultur

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