Sasha Marianna Salzmann
Außer sich - Roman

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CH: 31,50 sFr

Erschienen: 11.09.2017
Gebunden, 366 Seiten
ISBN: 978-3-518-42762-0
Auch als eBook erhältlich

 

Hier schreibt jemand, der etwas zu erzählen hat.
DIE WELT

 

Wer sagt dir, wer du bist?


Sie sind zu zweit, von Anfang an, die Zwillinge Alissa und Anton. In der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre verkrallen sie sich in die Locken des anderen, wenn die Eltern aufeinander losgehen. Später, in der westdeutschen Provinz, streunen sie durch die Flure des Asylheims, stehlen Zigaretten aus den Zimmern fremder Familien und riechen an deren Parfumflaschen. Und noch später, als Alissa schon ihr Mathematikstudium in Berlin geschmissen hat, weil es sie vom Boxtraining abhält, verschwindet Anton spurlos. Irgendwann kommt eine Postkarte aus Istanbul – ohne Text, ohne Absender. In der flirrenden, zerrissenen Stadt am Bosporus und in der eigenen Familiengeschichte macht sich Alissa auf die Suche – nach dem verschollenen Bruder, aber vor allem nach einem Gefühl von Zugehörigkeit jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht.

Wer sagt dir, wer du bist? Davon und von der unstillbaren Sehnsucht nach dem Leben selbst und seiner herausfordernden Grenzenlosigkeit erzählt Sasha Marianna Salzmann in ihrem Debütroman Außer sich. Intensiv, kompromisslos und im besten Sinn politisch.

Aus dem Buch

»Mein Name fängt mit dem ersten Buchstaben des Alphabets an und ist ein Schrei, ein Stocken, ein Fallen, ein Versprechen auf ein B und ein C, die es nicht geben kann in der Kausalitätslosigkeit der Geschichte.«

»Ich kenne viele mit meiner Biografie, sie haben andere Kerben in ihrem Gesicht, tragen andere Kleidung, spielen Musikinstrumente, essen bei ihren Eltern am Sonntag Heringssalat, können danach die Nacht durchschlafen, fahren in den Süden, um Urlaub zu machen, und kehren am Ende des Sommers an Orte zurück, die sie Zuhause nennen. Für mich dagegen verschwimmen die Bilder, und ich lande immer wieder bei Vermutungen darüber, wie die Straßen hießen, in denen ich nie gewesen bin.«

Pressestimmen

»Jede Figur behandelt Salzmann mit derselben Sorgfalt von innen her. … Es macht Freude, ihr zu folgen.«
Ulrich Gutmair, taz. die tageszeitung
»Ein beeindruckendes Debut.«
Denis Scheck, SWR lesenwert quartett
»Die Erwartungen an das Romandebüt von Sasha Marianna Salzmann sind hoch, und sie werden nun mit Außer sich mehr als erfüllt.«
Ulrich Seidler, Frankfurter Rundschau
»Sasha Marianna Salzmann hat eine überbordene Form gefunden, über das zu sprechen, was nicht zu sagen, nur literarisch zu zeigen ist. … In diesem Sinne ist Außer sich ein junges Buch und eine einzigartige Markierung gegenwärtigen Erzählens.«
Hubert Winkels, Süddeutsche Zeitung
»… es sind vor allem die Verdichtung, die lebendige Sprache und der liebevolle Blick auf die Generationen und die Geschichte selbst, die Außer sich zu einem packenden Roman machen.«
Nadine Lange, Der Tagesspiegel
»Die Dramatikerin Sasha Marianna Salzmann sprengt mit ihrem grandiosen Romandebüt Außer sich die Grenzen von Ich und Welt.«
Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Salzmanns Sätze fließen über die Seiten, ihr Stil ist verschwenderisch und unmittelbar, es tauchen Charaktere auf, von denen man zuvor noch nicht gelesen hat. Toll.«
Claudia Voigt, LiteraturSPIEGEL 10/2017
»Horizonterweiternd und kompromisslos.«
Berliner Morgenpost
» … ein kunstvoll komponierter Entwicklungsroman.«
Lukas Latz , Der Freitag
»Aus Außer sich sprechen vor allem eine innere Dringlichkeit und eine sprachliche Kraft, die buchstäblich in der Lage sind, geografische und Genregrenzen zu überschreiten.«
Christoph Schröder, Deutschlandfunk
»Außer sich ist ein kämpferischer Roman, der sich gegen jedes Festgelegtwerden aufbäumt.«
Ijoma Mangold, DIE ZEIT
» ... ein Buch, das im Gedächtnis bleibt.«
stern
»Nach der Lektüre schaut man ganz erstaunt den etwa 360-Seiten-schmalen Band an, weil so viel in dieser Geschichte steckt. Salzmann kann Theater – das hat sie bereits gezeigt – und sie kann Prosa, mit Leichtigkeit.«
Tobias Hausdorf, Spiegel Online
»Salzmann beschreibt mit poetischer Härte diesen Kampf um einen Fetzen Selbstachtung, den verzweifelten Versuch der jungen Frau, sich zu erkennen mit den Augen und den Gefühlen eines anderen ... «
Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten
»Ein stolzes, ein mutiges, wahrscheinlich ein wegweisendes Buch.«
Dirk Pilz, nachtkritik.de
»Intensiv, kompromisslos und im besten Sinn politisch.«
NITRO 4-2017

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Kommentare

»Die Lesung in Leipzig war sehr, sehr schön! Spasibo bolshoe!
Tief beeindruckt war ich von ihrer Sprache - sowohl im Buch, als auch in dem moderierten Gespräch.
Wenn das Buch als Hörbuch aufgenommen werden sollte, benötigen Sie keinen Sprecher engagieren - Sasha ist brilliant!«
Simone aus Moskau, 23.01.2018

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