Alexander Kluge
Das Bohren harter Bretter - 133 politische Geschichten

Mit einem Gastbeitrag von Reinhard Jirgl
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D: 24,90 €
A: 25,60 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 14.03.2011
Gebunden, 336 Seiten
ISBN: 978-3-518-42219-9

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Auf der SWR-Bestenliste Juni 2011

Von Max Weber stammt der berühmte Satz, die Politik sei »ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich«. Von ihm ausgehend, untersucht Kluge in 133 Geschichten jene Werkzeuge, die politisch agierenden Menschen im harten Kampf um die Macht zur Verfügung stehen. Für intelligente Zähigkeit als Voraussetzung politischer Veränderung ist Max Webers Bohrer gewiß ein geeignetes Bild. Was ist aber ein Hammer im politischen Geschäft? Was heißt ›Feingriff‹? Und zuletzt führen alle Fragen auf die eine: Was ist dieses ›Politische‹ überhaupt?

Inmitten der aufgeregten Debatten über Stuttgart 21 und Sarrazin behält Kluge kühlen Kopf. Ihn als Literaten interessiert die Frage: »Wie erzählt man davon?« Politik, sagt er, ist ein besonderer Aggregatzustand alltäglicher Gefühle. Sie ist überall. Sie bewegt private Lebensläufe ebenso wie die Öffentlichkeit. Und so behaupten sich in seiner Geschichte neben den Großen auch die Kleinen, Unbekannten, fast Namenlosen: Elfriede Eilers neben Perikles und Putin und die in 700 Meter Tiefe versunkenen chilenischen Bergleute neben Napoleon, Obama und Angela Merkel, der »Kanzlerin am falschen Ort«.

Pressestimmen

»Kleine Geschichten mit einer Aura von Bedeutsamkeit zu erzählen. So wurde er zu einem Denker des Sozialen und der Historie von ganz eigener Art.«
Eberhard Falcke, DIE ZEIT
»Alexander Kluge hat ... das Buch der Stunde geschrieben. Ein Buch, das die Politik als erzählerisches Ereignis wiederentdeckt.«
Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Kluge rüstet ab: formal und inhaltlich. Seine Sachlichkeit und Lakonie federn und vibrieren. Seine Kargheit reinigt, spült Schlacken fort und Pathos. Übrig bleiben Erkenntnis und Witz. Nüchtern, nie ernüchtert, arbeitet er an gegen das Verhängnisgeschehen auf allen Ebenen. Am Ende machen selbst die Wörter Politik und bilden ihre eigene Republik: Die Sprache.«
Brigitta Lindemann, WDR 3
»Diese Prosa ... ist ein Strom aus unzähligen Quellen, der sich seinen Weg durch die Geschichte sucht und der von den Rändern kleinste Partikel Leben mitreißt, sie in Strudel verwickelt, sie auf dunkle Gründe sickern lässt oder sie unterwegs, an fremden Ufern, wieder ablegt – wie eine Botschaft, aus einem Zusammenhang in einen neuen Zusammenhang getaucht.«
Hans-Dieter Schütt, neues deutschland

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