Andreas Reckwitz
Das Ende der Illusionen - Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne

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Erschienen: 28.10.2019
edition suhrkamp 2735, Taschenbuch, 305 Seiten
ISBN: 978-3-518-12735-3
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

Noch vor wenigen Jahren richtete sich die westliche Öffentlichkeit in der scheinbaren Gewissheit des gesellschaftlichen Fortschritts ein: Der weltweite Siegeszug von Demokratie und Marktwirtschaft schien unaufhaltsam, Liberalisierung und Emanzipation, Wissensgesellschaft und Pluralisierung der Lebensstile schienen die Leitbegriffe der Zukunft. Spätestens mit dem Brexit und der Wahl Donald Trumps folgte die schmerzhafte Einsicht, dass es sich dabei um Illusionen gehandelt hatte.

Tatsächlich wird erst jetzt das Ausmaß des Strukturwandels der Gesellschaft sichtbar: Die alte industrielle Moderne ist von einer Spätmoderne abgelöst worden, die von neuen Polarisierungen und Paradoxien geprägt ist – Fortschritt und Unbehagen liegen dicht beieinander. In einer Reihe von Essays arbeitet Andreas Reckwitz die zentralen Strukturmerkmale der Gegenwart pointiert heraus: die neue Klassengesellschaft, die Eigenschaften einer postindustriellen Ökonomie, den Konflikt um Kultur und Identität, die aus dem Imperativ der Selbstverwirklichung resultierende Erschöpfung und die Krise des Liberalismus.

Pressestimmen

»Nach der wegweisenden Studie Gesellschaft der Singularitäten beschäftigt sich Andreas Reckwitz in seiner Essaysammlung mit dem Strukturwandel der Gesellschaft. Der Soziologe seziert die neue Klassengesellschaft, die postindustrielle Ökonomie, die Konflikte um Kultur und Identität und den Imperativ der Selbstverwirklichung, woraus Erschöpfung und Demokratiemüdigkeit entspringen.«

DIE ZEIT

»Das Buch analysiert nicht nur die Erschöpfung der liberalen Fortschrittserzählung, sondern stellt auch Kategorien bereit, um das politische Geschehen neu zu bestimmen.«

Isolde Charim, taz. die tageszeitung

»Wer wissen will, warum es die alten Sicherheiten, die die BRD zu garantieren schien, so aus der Kurve getragen hat, muss Reckwitz lesen. Eine elegant-intelligente Tour de Force durch Politik, Ökonomie und Kultur.«

Jan Küveler, Die literarische Welt

»Der Soziologe Andreas Reckwitz entschlüsselt die Entwicklungsdynamiken gegenwärtiger Gesellschaften zwischen Öffnung und Regulierung. Und siehe da: Ein neuer Liberalismus hätte gute Chancen.«

Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung

»Nun lässt [Reckwitz] mit dem Ende der Illusionen eine ebenso erhellende Sammlung von fünf Essays folgen, die an [Die Gesellschaft der Singularitäten] anschließen und seine Einblicke in den aktuellen Zustand von Politk, Wirtschaft und Gesellschaft vertiefen. Manch ein Phänomen, vor dem wir bislang rätselnd standen, wird dadurch entschlüsselt.«

Gunther Hartwig, Südwest Presse

»Ein erhellendes, dringendes Buch.«

Svenja Flaßpöhler, Philosphie Magazin 01/2020
»Das im wissenschaftlichen Stil verfasste Buch bietet auf soziologischer Basis einen realistischen Befund gegenwärtiger westlicher Gesellschaften. ... Unbedingt für wissenschaftliche Bibliotheken zu empfehlen.«
Werner Lenz, Die Österreichische Volkshochschule 01/2020

»Provokante und gerade darin oft simplifizierende Thesen sind [Andreas Reckwitz’] Sache nicht, dystopische Dramatisierungsrhetorik liegt ihm so fern wie trotziger Fortschrittsoptimismus. Wer so auf die Wirklichkeit schaut, sieht mehr und begreift besser, was er sieht.«

Ulrich Bröckling, Soziopolis

»Nach der Lektüre seines Buches darf man sich gespannt auf den nächsten großen Wurf von Andreas Reckwitz freuen.«

Aschot Manutscharjan, Das Parlament Nr. 47-48

Kommentare

»Reckwitz gehört für mich zu den spannendsten Vordenkern unserer Zeit. Die Umbrüche in unserer Gesellschaft sind enorm und Reckwitz blickt mit einer interessanten Perspektive darauf. Jeder, der sich Gedanken über den nächsten Wahltag hinaus macht, sollte seine Bücher lesen.«
Lars Klingbeil , 03.04.2020

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