Bruno Latour
Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft

Aus dem Englischen von Gustav Roßler Mit zahlreichen Abbildungen
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D: 24,00 €
A: 24,70 €
CH: 34,50 sFr

Erschienen: 19.07.2010
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1967, Taschenbuch, 488 Seiten
ISBN: 978-3-518-29567-0

Inhalt

»Man muß die Gesellschaft verändern!« – Diese Parole aus alter Zeit ist nach wie vor aktuell, denn die heutige Gesellschaft ist voller Härte und Zumutungen. Um diese Veränderung zu ermöglichen, sollte man aber vielleicht erst einmal versuchen, den Begriff »Gesellschaft« zu verändern und den Riß zwischen der Praxis der Soziologie, der Theorie der Politik und des Glaubens an die Idee der Gesellschaft zu schließen. Um einen Ausweg aus dieser Krise zu finden, sollte – so die provokative These dieses Buchs – diese Spannung bis zum äußersten ausgereizt werden.
Bruno Latour, der die etablierten Grenzen zwischen Wissenschaft, Kultur, Technik und Natur eingerissen hat, unterscheidet zwei unterschiedliche Konzepte von Gesellschaft. Das eine betrachtet »Gesellschaft« als eine unveränderliche abstrakte Entität, die ihren Schatten auf andere Bereiche wirft: auf die Wirtschaft, das Recht, die Wissenschaft etc. Für das andere ist »Gesellschaft« notwendig instabil: eine unerwartete Verbindung von ganz unterschiedlichen Akteuren, die die Gewißheit, einer gemeinsamen Welt anzugehören, in Frage stellen. Die Analyse dieser Verbindung ist nach Bruno Latour Aufgabe der Soziologie.

Nachrichten

Kommentare

»Latour führt hier den Begriff der ›Falte‹ von Deleuze in die Soziologie ein, der so manches löst: die klassenlose Gesellschaft ist eingeläutet, aber auch muss nunmehr nicht mehr der Akteur von der Welt getrennt gedacht werden, nur durch den kleinen ›Kniff‹, den der Begriff von Deleuze bietet.«
Mirko Bialas, 23.07.2017

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