Lutz Raphael
Jenseits von Kohle und Stahl - Eine Gesellschaftsgeschichte Westeuropas nach dem Boom

Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2018 Mit zahlreichen Abbildungen


D: ca. 22,00 €
A: ca. 22,70 €
CH: ca. 31,50 sFr

Gepl. Erscheinen: 15.02.2021
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2335, Taschenbuch, 525 Seiten
ISBN: 978-3-518-29935-7

Sachbuch-Bestenliste

Inhalt

In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Westeuropa von einem beispiellosen Strukturwandel erfasst: Die Fabriken der alten Industrien verschwanden und vormals boomende Städte gerieten in die Krise. Was aber ist aus dem stolzen Industriebürger geworden? Welche Ideen und Ideologien begleiteten den Wandel? Am Beispiel der Industriearbeit in Großbritannien, Frankreich und der Bundesrepublik erzählt Lutz Raphael die außerordentlich vielschichtige und spannende Geschichte der westeuropäischen Deindustrialisierung, die bis heute fortwirkt – als Vorgeschichte unserer postindustriellen Gegenwart. Dieses vieldiskutierte Buch hilft, sie zu verstehen.

Pressestimmen

»Die Spuren der Arbeiterkämpfe in den 1970er und 1980er Jahren führten schließlich direkt zu den politischen Protestbewegungen und rechtspopulistischen Mobilisierungen im Westeuropa von heute, bekundet Raphael die Relevanz seines Themas. Nicht zuletzt diese Tatsache macht seine historische Studie auch für den Spätkapitalismus so relevant.«

Jenny Hestermann, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Raphael ... beschreibt diese Geschichte mit großer Überzeugungskraft und beweist so, dass der Job des Historikers nicht allein darin besteht, in der Vergangenheit Vorboten dessen zu entdecken, was später passiert, sondern ebenso auf Entwicklungen zu verweisen, die nicht fortgeführt werden – verlassene Gleise zu betrachten.«

Nils Minkmar, Literaturspiegel

»Raphael selbst gibt eine Übung in Nüchternheit vor, die zeitdiagnostische Klingeltöne (›Neoliberalismus‹) erfreulich leise hält ... Gäbe es noch eine intellektuell wache Sozialdemokratie, dies müsste ihr Buch sein.«

Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung

»Raphael hat, gestützt auf einen ganzen Forschungsapparat, einen interessanten, fantasievollen Forschungsansatz verfolgt: Er hat nicht bloß, wie für Sozialhistoriker üblich, Datenbanken ausgewertet ... er hat sich an Nah- und Fernsichten versucht, indem er einzelne Lebensläufe ebenso darstellte wie die Entwicklungen in Ländern, beispielhaften Regionen oder sogar einzelnen Unternehmen ... «

Werner von Bebber, Der Tagesspiegel

»Sein Buch ist eine Gesellschaftsgeschichte der Industriearbeit – packend, kenntnisreich, klug.«

DIE ZEIT

»Raphael trägt Fakten und Zahlen zusammen. Er liefert Einblicke in die Lebensrealität der Betroffenen. Und er verbindet den Niedergang der Arbeiterkultur mit neuen politischen Kräfteverhältnissen.«

Neue Zürcher Zeitung

»Methodisch und theoretisch hellwach und überaus transparent führt der Historiker durch drei Jahrzehnte westeuropäischer Gesellschaftsgeschichte.«

Roman Kaiser-Mühlecker, SWR

»Überzeugende Darstellungen.«

Nelli Tugel, Analyse & Kritik

»...ungeheuer lesenswert.«

Janis Ehling, Zeitschrift Marxistische Ernennung Nr. 120, Dezember 2019

»Souverän verarbeitet [Lutz Raphael] Erkenntnisse vieler Wissenschaften mit einer Materialfülle als Untergrund zu Lesbarkeit mit Aha-Effekt.«

Henning Aubel, Geographische Rundschau 8/2020

Kommentare

Letztlich beschreibt das Buch treffend wie sich der Strukturwandel auf die gesellschaftliche Entwicklung ausgewirkt hat. Die Spaltung der heutigen Gesellschaft in Europa wird mit diesem Buch viel verständlicher, Brexit und Populismus erhalten hier eine notwendige Erklärung.
Reiner Girstl, 12.12.2019

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