Jakob Nolte
Kurzes Buch über Tobias - Roman

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Erschienen: 15.02.2021
Gebunden, 231 Seiten
ISBN: 978-3-518-42979-2
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Kurzes Buch über Tobias beschreibt in achtundvierzig Kapiteln das Leben des Schriftstellers, Pfarrers und Televangelisten Tobias Becker. Er wuchs in Niedersachsen auf und lebt in Berlin, spielt gern Tischtennis und will das Gute. Auf einer Reise nach Belgrad verliebt er sich in einen Mann namens Tobias und bekehrt sich zu Gott. Er wird Zeuge, wie Menschen zu Hasen werden, sich Liebe in Hass verwandelt und ein Flugzeug in den Alpen verbrennt. Wie viele Männer wähnt er einen Messias in sich. In Tobias Beckers Welt ist alles unausweichlich miteinander verwoben: Familie, Glauben, Subjekt und Gewalt. Es ist eine Welt voller Alpträume und Wunder.

Jakob Noltes neuer Roman ist eine moderne Heiligenerzählung, ein mystisches Rätsel. Er handelt von der Einsamkeit in der Heimat und der Verlorenheit in den Städten, von Allmacht und großer Unsicherheit, Spiritualität und dem Internet, der Sehnsucht nach Zugehörigkeit und dem Streben nach Sinn. Er wirft alle Vorstellungen von biografischem oder autofiktionalem Schreiben über den Haufen und lotet auf einzigartige Weise den Reichtum der Literatur aus: Erzählen voller Witz und Wissen, voller Romantik, Traurigkeit und funkelndem Humor.

 

Pressestimmen

»Tobias durchschaut die schalen Bedeutungsmechanismen des Kulturbetriebs und wählt einen ironischen Ausweg: Er wird Prediger und bekennt sich zu Gott. Doch selbst das will nicht richtig funktionieren. Was ist also die Lösung? Die Flucht in den lakonischen Witz. Und genau das realisiert dieser Roman auf grandiose Art.«
Tomasz Kurianowicz, Berliner Zeitung
»Die Medialisierung macht jede Radikalität unmöglich, Tobias ist gefangen in der Hölle der Selbstoptimierung: Je erfolgreicher er wird, ... desto größer ist auch seine Passivität. Von diesem Dilemma könnte ein konventionell aufgebauter Roman nur berichten ...«
Felix Stephan, Süddeutsche Zeitung
»Am Ende überkommt einen vor allem das Bedürfnis, das Buch auseinanderzunehmen und die Kapitel neu zu sortieren ... [dann jedoch] kommt der Verdacht auf, dass Nolte technisch so genial ist, dass die Reihenfolge der Kapitel keine Rolle spielt.«
Tobias Langley-Hunt, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Kein Referenzrahmen vermag das Werk zu bändigen ...«
Lars Fleischmann, neues deutschland
»Der Anspielungswahnsinn dieses Romans kann einen ganzen Freundeskreis unterhalten. Kurzes Buch über Tobias ist voller leuchtender Sätze. Festhalten lässt sich dieses Flimmern eines dunklen Kristalls nicht.«
Anna-Lisa Dieter, DIE ZEIT
»Hat man erst einmal begriffen, dass bei Jakob Nolte die Zeit nicht linear, sondern zyklisch verläuft, verdichten sich die Fragmente unversehens zu einem scharfsichtigen Porträt unserer Gegenwart.«
Anja Kümmel, Der Tagesspiegel
»Umstellt von Bildschirmwelten: Jakob Noltes neue Romangroteske spielt ausgiebig mit dem Horror, dem Lächerlichen und dem Religiösen.«
Hanna Engelmeier, ZEIT Online
»Kurzes Buch über Tobias zeigt, dass innovatives Erzählen nicht anstrengend sein muss – sondern verdammt viel Spaß machen kann.«
Jana Zahner, Südwest Presse
»Mit Kurzes Buch über Tobias schreibt Jakob Nolte die Literatur auf einen neuen Nullpunkt zu, so sehr treibt er das Spiel zwischen zynischer Distanz und dem Wunsch nach wahrhaftigem Erzählen auf die Spitze.«
Lisa Kreißler, NDR
»Was dieses Buch aus dem Haufen von Romanen junger Berliner Autoren über junge Berliner Autoren herausreißt, sind seine Realitätsverweigerung und sein angenehm offensiver Hass. Letzterer mündet auch in Beschimpfungen der österreichischen Kultur – mit einem Furor, der Thomas Bernhard … durchaus verwandt ist.«
Elias Hirschl, Falter 7/2021
»Tolldreist und todtraurig erzählt Jakob Nolte die aberwitzige Geschichte einer Erweckung. «
Fabian Thomas, The Daily Frown
»Jakob Noltes unkonventioneller Stil gehört zum Aufregendsten, was die deutsche Literatur derzeit zu bieten hat.«
Rolling Stone
»Wer ... abgespacte, knapp an der Wirklichkeit vorbeischrammende Szenen voller Sozialkritik mit einem Touch Heiligkeit lesen möchte, der greife zum gar nicht so kurzen Buch über Tobias.«
Katia Schwingshandl, Buchkultur Heft 194 1/2021

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