Benjamin Maack
Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein

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Erschienen: 09.03.2020
suhrkamp taschenbuch 5073, Gebunden, 333 Seiten
ISBN: 978-3-518-47073-2
Auch als eBook erhältlich

SPIEGEL-Bestseller
Bestseller in Focus, Stern und Börsenblatt

Inhalt

»Bin ich jetzt ein Leben müde?«, fragt Benjamin Maack, als er mit seinem großen, schwarzen Rollkoffer vor der Psychiatrie steht. Vier Jahre zuvor hatte er sich schon einmal eingewiesen, nach einem Nervenzusammenbruch – die Diagnose: Depression. Jetzt ist er wieder hier und berichtet von den letzten Nächten, die er nicht mehr im Ehebett, sondern auf dem Sofa verbringt, schlaflos, nervös, in Panik. Und dem Alltag in der Klinik, wie er mit den Mitpatienten »Alarm für Cobra 11« schaut oder im großen Aufenthaltsraum Delfine im Mondlicht puzzelt. Wie ihm statt Frau und Kindern die Pfleger zum 40. Geburtstag gratulieren und wie er in der Kreativwerkstatt lernt, zu sticken. Er erzählt von Medikamenten, ihren Nebenwirkungen, von Selbstmordgedanken und jenem Abend, an dem auch starke Beruhigungsmittel nicht mehr helfen und er auf »die Geschlossene hinter der Geschlossenen« verlegt wird – ständig schwankend zwischen Hoffnung und tiefer Verzweiflung.

Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein ist ein entwaffnend ehrliches Zeugnis vom Leben mit Depressionen. Benjamin Maack ringt der unbarmherzigen Krankheit tragikomische Momente ab und erzählt von ihr in so berührenden wie klaren Bildern. Seine Geschichte ist aber nicht nur Psychiatrie- und Krankenbericht, sondern auch Familiendrama und die Erzählung eines persönlichen Schicksals. Ein schonungsloses, literarisch kraftvolles Buch.

Aus dem Buch

»Als ich wieder gesund bin, will ich Friederike erklären, wie Depressionen sind. Aber Depressionen sind geschickt. Ist man gesund, kann man sich nicht mehr daran erinnern, wie es war, krank zu sein. Und ist man krank, kann man sich nicht vorstellen, je wieder gesund zu werden.«

Pressestimmen

»... Maacks Introspektion ergeht sich keineswegs in einer bloß elegischen Auflistung von Symptomen, Ängsten und Identitätseruptionen. Ihm gelingt es, eine dichte Formsprache für das Formlose und Chaotische zu finden.«

Björn Hayer, DIE ZEIT

»Nicht die Erschleichung der heute so oft eilfertig zusammengerührten ›Empathie‹ ist die Leistung von Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein. Das Buch benennt etwas, das Leute nicht teilen können; es ruft nicht um Hilfe und gewährt keine, sondern gestattet Aufmerksamkeit, Respekt und praktische Vernunft gerade da, wo diese drei ohne die Sorte Arbeit, die der Text vergegenständlicht, unmöglich wären.«

Dietmar Dath, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein war zweifellos ein Kraftakt. Dichter lässt sich kaum beschreiben, wie es einem geht, mit dem nichts mehr geht.«

Konstantin Nowotny, der Freitag

»Der Text ist immer wieder von feinem Humor durchzogen, vom ständigen Kampf gegen die eigenen Gedanken. Wie ein Seismograph misst er die Erschütterungen und zeichnet sie auf. Dem Buch gelingt es, mehr als eine Notizsammlung zu sein. Es bildet eine Gedankenwelt ab, die viele Menschen kennen und entkräftet en passant auch immer wieder Vorurteile, unter denen Betroffene zu leiden haben. Benjamin Maack ist nicht nur ›der mit den Depressionen‹. Er ist ein sehr guter Autor.«

Sophie Weigand, 54books.de

»Im Sinn- und Wörtersuchen erinnert Maack an David Foster Wallaces Depressionserzählung Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur üblen Sache ... Benjamin Maack ist es gelungen, den vorherigen Depressions-Geschichten eine neue hinzuzufügen.«

Jan Drees, Deutschlandfunk

»Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein ist ein dichtes, starkes, aber schwer erträgliches Buch.«

Maike Schiller, Hamburger Abendblatt

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Videobeiträge

Kommentare

»Danke an Benjamin Maack für dieses Buch, ich habe die Hörspielversion gehört und habe noch nie etwas zu Depressionen gelesen / gehört, das diese kaum zu ertragende Krankheit so treffend beschreibt. Es braucht so unendlich viel Kraft, diese Zeit zu überstehen und das ist mit ihrem Buch auch für nicht Betroffene nachvollziehbar.

Alles Gute für Sie und halten Sie durch, wenn die Depressionen wieder kommen. Wir Erkrankten brauchen eine Stimme wie die Ihre.«
Michaela, 06.03.2020

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