Glanz und Elend der Konservativen

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Glanz und Elend der Konservativen

Ob Konrad Adenauer oder EU-Gründervater Jean Monnet: Liberal-Konservative und Christdemokraten taten sich oft als erfolgreiche Neuerer hervor. Siehe die europäische Einigung, Deutschlands Bindung an den Westen oder die soziale Marktwirtschaft. Aber schafft es der Konservatismus, sich selbst zu erneuern?

Mitte-rechts-Parteien schwanken zwischen ihrem klaren Bekenntnis zur liberalen, offenen Gesellschaft und einer Annäherung an rechtsautoritäre Kräfte. Oft erliegen sie der Versuchung,...

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Ob Konrad Adenauer oder EU-Gründervater Jean Monnet: Liberal-Konservative und Christdemokraten taten sich oft als erfolgreiche Neuerer hervor. Siehe die europäische Einigung, Deutschlands Bindung an den Westen oder die soziale Marktwirtschaft. Aber schafft es der Konservatismus, sich selbst zu erneuern?

Mitte-rechts-Parteien schwanken zwischen ihrem klaren Bekenntnis zur liberalen, offenen Gesellschaft und einer Annäherung an rechtsautoritäre Kräfte. Oft erliegen sie der Versuchung, Anleihen zu machen bei diesen Populisten, die auf Radikalität anstelle von Stabilität setzen. Doch der Hauptgegner von »Maß und Mitte« steht nunmehr rechts statt links: Warum eigentlich verausgaben sich Konservative in Kulturkämpfe gegen »woke«, »grün« oder »rot«?

Maßvolle Konservative bilden die Kraft, die den Rechtsautoritären am meisten zusetzen kann. Aber auch die Kraft, die sich am ehesten von ihnen beirren lässt. Angesichts des Aufmarschs der Reaktionäre weltweit plädiert Roger de Weck für eine Selbstvergewisserung: Konservative können in Zeiten der Disruption das Versprechen auf Stabilität und ein unabhängiges Europa verkörpern – sofern sie unbeirrt in der rechten Mitte bleiben.

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Personen für Glanz und Elend der Konservativen

Roger de Weck, geboren 1953, ist Gastprofessor am College of Europe in Brügge und Präsident der »Jean Monnet Europa-Stiftung«, die das Archiv des französischen EU-Gründers betreut. Er war »Zeit«-Chefredakteur, Generaldirektor des Schweizer Radios und Fernsehens, Moderator von »Sternstunden Philosophie« (3 Sat / SRF) und Mitglied des »Zukunftsrats« für Reformen bei ARD, ZDF und Deutschlandfunk. Sein Buch Die Kraft der Demokratie, wurde mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2020 ausgezeichnet. Im Suhrkamp Verlag erschien zuletzt Das Prinzip Trotzdem. Warum wir den Journalismus vor den Medien retten müssen.
Roger de Weck, geboren 1953, ist Gastprofessor am College of Europe in Brügge und Präsident der »Jean Monnet Europa-Stiftung«, die das Archiv des...

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