Als nur die Tiere lebten

Als nur die Tiere lebten

Am Strand von Rio de Janeiro wird die kleine Anna im Getümmel von ihrer Mutter getrennt. Als das Mädchen sie nach kurzem albtraumhaften Verlorensein erleichtert am Wasser stehen sieht und sich ihr von hinten nähert, hört sie, wie die Mutter ein verzweifeltes »Sogar hier … sogar hier!« vor sich hinmurmelt. Was diese Worte bedeuten, vor allem aber wer ihre Mutter war, die sieben Sprachen sprach, aber mit ihrem Kind in keiner einzigen reden konnte, das begreift die Fotografin Anna erst...

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Am Strand von Rio de Janeiro wird die kleine Anna im Getümmel von ihrer Mutter getrennt. Als das Mädchen sie nach kurzem albtraumhaften Verlorensein erleichtert am Wasser stehen sieht und sich ihr von hinten nähert, hört sie, wie die Mutter ein verzweifeltes »Sogar hier … sogar hier!« vor sich hinmurmelt. Was diese Worte bedeuten, vor allem aber wer ihre Mutter war, die sieben Sprachen sprach, aber mit ihrem Kind in keiner einzigen reden konnte, das begreift die Fotografin Anna erst Jahrzehnte später – als sie in einer Versuchsstation in der Antarktis das Naturphänomen des White-out aufnimmt, das alles verschluckende Weiß. Und Zsófia Bán ist eine so raffinierte Autorin, dass ihr Text in seinem Verlauf die traumatische Wahrheit eines Lebens allererst zu Tage zu fördert, die Erinnerung sich gleichsam im Augenblick des Erzählens ereignet.

Emigration, Entwurzelung, der brutale Riss, der ein Leben in ein Davor und Danach teilt − diese Erfahrungen bilden das Gravitationszentrum der fünfzehn Geschichten des Bandes.

Internationaler Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2014 (Shortlist)
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STIMMEN

»Es ist dieses unablässige Ringen zwischen starker Empathie und kühnem Konstruktionswillen, das Zsófia Báns Erzählen strukturiert und auf äußerst reizvolle und sehr spannende Weise Sinn schafft, in dem, staunenswert genug, auch Katastrophen Platz finden.«
Jörg Plath, Neue Zürcher Zeitung
»Dass Zsófia Bán so furios in der deutschen Prosa der Gegenwart angekommen ist, verdanken wir der makellosen Übersetzung von Terézia Mora.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung
»Subtil und provozierend sind diese Geschichten, voller beunruhigender Spuren, und in der Gewissheit, dass sie sich nicht einfach auslöschen lassen, doch auch ungeheuer tröstlich.«
Nicole Henneberg, Der Tagesspiegel
»Es ist dieses unablässige Ringen zwischen starker Empathie und kühnem Konstruktionswillen, das Zsófia Báns Erzählen strukturiert und auf äußerst reizvolle und sehr spannende Weise Sinn schafft, in dem, staunenswert genug, auch Katastrophen Platz finden.«
Jörg Plath, Neue Zürcher Zeitung
»Dass Zsófia Bán so furios in der deutschen Prosa der Gegenwart angekommen ist, verdanken wir der makellosen Übersetzung von Terézia Mora.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung
»Subtil und provozierend sind diese Geschichten, voller beunruhigender Spuren, und in der Gewissheit, dass sie sich nicht einfach auslöschen lassen, doch auch ungeheuer tröstlich.«
Nicole Henneberg, Der Tagesspiegel
»Bilder, so einschneidend wie Messerklingen. ... Als nur die Tiere lebten ist ein Buch voll Leidenschaft und voll Tragik.«
Maria-Xenia Hardt, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Wer Zsófia Báns frechem, durchdringendem Blick auf die Welt folgt, wird sich erquickt finden.«
Literaturen

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