
Lea Achmüller (Presse) empfiehlt
Ilija Matusko: Verdunstung in der Randzone
»Drei Gründe für dieses Buch: Eine passende Lektüre zum Sommerklassiker Freibadpommes, mit Exkursen in die Theorie des Frittierens, eine fantastische Auseinandersetzung mit sozialer Herkunft und Klassismus und eine optimale Vorlage, um im September Ilija Matuskos Romandebüt Jugo zu lesen.«
Sommerlektüren 2026: Buchtipps aus dem Kollegium

Yannick Adler (Online- und Lesermarketing) empfiehlt
Kae Tempest: Ein Leben lang gesucht
»Rothkos Sehnsucht nach Liebe, Zugehörigkeit und Geborgenheit zerreißt einem auf die schönste Art das Herz – und der raue Küstenwind, der durch Edgecliff weht, kühlt auch bei den höchsten Temperaturen.«

David Hutzel (Online- und Lesermarketing) empfiehlt
Norbert Elias: Der Fußballsport im Prozess der Zivilisation
»Fußball gucken ist doch kein Verbrechen.«

Daniela Atmadjian (Auszubildende) empfiehlt
Gabriella Zalapì: Ilaria
»Kein Buch hat mich je zuvor so unmittelbar und aufrichtig in Herz und Verstand eines achtjährigen Mädchens versetzt.«

Yvonne Büdenhölzer (Theater Verlag) empfiehlt
Noah Haidle: Menschliches Repertoire
»Nicht nur bei Shakespeare ist die ganze Welt eine Bühne, Noah Haidle schließt sich in seinem neuesten Werk dieser These an und nimmt uns mit auf eine Reise in den Backstagebereich des Welttheaters. Von dort aus blicken die Verstorbenen auf die Ereignisse der Bühne der Menschheit zurück. Eine inspirierende Lektüre für alle, die das Leben als lebendiges Theater verstehen.«

Theresa Croll (Presse) empfiehlt
Fritz Breithaupt: Einmal, zweimal, keinmal
»Das erste Tattoo, die erste Auster, der erste Halbmarathon – wir alle wissen, wie es sich anfühlt, etwas zum ersten Mal zu tun. Was geht dabei aber genau in uns vor und wie erleben wir weitere Erfahrungen? Und was ist mit den Erfahrungen, die wir gar nicht erst machen? Das erklärt der Kognitionsforscher Fritz Breithaupt verständlich und sehr unterhaltsam. Ich habe dabei viel über mich selbst gelernt!«

Katharina Dittes (Lektorat Insel Verlag) empfiehlt
Dita Zipfel: Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
»Ein perfektes Ferienhaus mit Meerblick an der französischen Atlantikküste, umgeben von Kiefern, zwei Paare, die dort gemeinsam Urlaub machen – grandiose Voraussetzungen für das perfekte Sommerbuch, dabei aber viel, viel aufregender als klassische Strandlektüre!«

Victoria Esenwein (Theater Verlag) empfiehlt
Augustina Bazterrica: Die Nichtswürdigen
»Im trockenen Brachland, auf der Flucht vor Hunger und dem sauren Regen sucht eine junge Frau Zuflucht hinter den Mauern eines alten Klosters. Agustina Bazterrica schreibt schonungslos und poetisch über Schwesternschaft, Klimawandel, Religion als Herrschaftsgleichung und Zentrum der Gewalt.«

Sabrina Ewald (Rechnungswesen) empfiehlt
Gabriella Zalapì: Ilaria
»Was wie ein Abenteuer beginnt, wird zur zweijährigen Flucht. Durch Ilarias Augen erleben wir die Zerbrechlichkeit und zugleich die erstaunliche Stärke eines Kindes. Bewegend und unvergesslich.«

Johanna Flasshaar (Online- und Lesermarketing) empfiehlt
Judith Schalansky: Marmor, Quecksilber, Nebel
»Ein Buch zum Lesen, Reinfallen, Halluzinieren. Seitdem ich es gelesen habe, muss ich den Marmor in der Staatsbibliothek jedes Mal anfassen, wenn ich dort bin. Wenn dieses Buch kein Buch wäre, wäre es ein verdammt guter Video-Essay, aber ich bin froh, dass es ein Buch ist.«

Tabitha Goes van Hauten (Online- und Lesermarketing) empfiehlt
Maylis de Kerangal: Brandung
»Das Wetter in Brandung ist nicht sehr sommerlich, aber wer einmal in den Sog dieser atmosphärischen Geschichte geraten ist, will gar nicht mehr auftauchen.«

Christian Heilbronn (Lektorat Sachbuch) empfiehlt
Sebastian Heinreich: Kurz gesagt: Italien
»Kein Ticket für die WM? Egal: ›Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!‹«

Nicole Herrschmann (Presse) empfiehlt
Dita Zipfel: Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
»Ein Pärchenurlaub in einem luxuriösen Ferienhaus in Südfrankreich ist Ausgangspunkt dieses furiosen und intensiven Kammerspiels. Kraftvoll und zart mit Wut und feinem Humor erzählt Dita Zipfel von zwei Frauen, die über den Fragen nach Mutterschaft und weiblicher Selbstbestimmung eine unerwartete und zukunftsweisende Allianz schließen.«

Philipp Hölzing (Lektorat Wissenschaft) empfiehlt
Fritz Breithaupt: Einmal, zweimal, keinmal
»Das erste Eis, der erste Tag im Park oder am See, diese Erfahrungen machen für uns den Sommer aus – der Kognitionswissenschaftler Fritz Breithaupt zeigt in seinem erhellenden neuen Buch, wie wir solche Erfahrungen machen, vom ersten Sex über Kochkunst bis zu psychedelischen Drogen.«

Johanna Kaiser (Verkauf) empfiehlt
Penelope Farmer: Sie flogen einen Sommer lang
»Ein poetisches Kinderbuch, das zum Träumen einlädt. Und ganz ehrlich – wer hat noch nicht davon geträumt, fliegen zu können!?«

Leyla Koehler (Lektorat Insel Verlag) empfiehlt
Stefan Ulrich & Florian Fritz: LIEBLINGSORTE Sizilien
»Sommer, Sonne, Sizilien! Und wer in diesem Jahr nicht auf die Insel der drei Meere reist, kann mit diesem Band einfach von ihr träumen ...«

Ines Lenkersdorf (Veranstaltungen) empfiehlt
Christoph Ribbat: In den Tag
»Rausgehen wird auch im Sommer überschätzt. Für alle, die den Tag gerne etwas langsamer angehen lassen und ganz nebenbei auch noch etwas lernen wollen.«

Stephan Mehner (Verkauf) empfiehlt
Homer: Odyssee
»Die perfekte Einstimmung auf meinen Griechenlandurlaub: Homers Odyssee entführt in die Welt der griechischen Inseln, Mythen und Abenteuer.«

Theresa Meschede (Veranstaltungen) empfiehlt
Marieluise Fleißer: Eine Zierde für den Verein
»›Roman vom Rauchen, Sporteln, Lieben und Verkaufen‹ ist vermutlich der beste Untertitel überhaupt! Hinter dieser herrlich harmlosen Aufzählung verbirgt sich ein hellsichtiger, erschreckend heutiger Roman über Besitzdenken, Macht und Radikalisierung, der als Liebesgeschichte beginnt und in gefährlicher Männerbündelei endet.«

Nina Milivojevic (Veranstaltungen / Online- und Lesermarketing) empfiehlt
Sylvia Plath: Die Glasglocke
»›Es war ein verrückter, schwüler Sommer…‹ Diesen Klassiker kann man eigentlich nur im Sommer lesen, wenn der erste Satz schon so beginnt. Und wenn man ein wenig träge von der Hitze ist, kann man auch einfach durch die wunderbaren Illustrationen blättern.«

Anna-Katharina Müller (Lektorat Theater Verlag) empfiehlt
Kae Tempest: Ein Leben lang gesucht
»Ein Roman, der einen warm erwischt; voll vom Hunger nach Leben, voll von der Sehnsucht nach Liebe und Halt, voll von dem großen Gefühl: Dem richtigen Ankommen. Ein Leben lang gesucht ist ein Sturm, in dem ich mich verloren und wiedergefunden habe.«

Laura Nadvornik (Online- und Lesermarketing) empfiehlt
Rachel Cusk: Outline
»Lust auf einen hot summer in Athen? In Outline begleitet man die Schriftstellerin Faye bei ihren Gesprächen und Begegnungen mit ihren Mitmenschen und lernt sie dabei nach und nach selbst kennen. Sehr lesenswert, auch für alle, die die Hitze lieber im Schatten verbringen. Dafür übrigens das wichtigste Sommer-Accessoire: die Drama-Cap!«

Nina Peters (Lektorat Theater Verlag) empfiehlt
Ingeborg Bachmann: Malina & Herzzeit
»Im Sommer von Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag: ihr kolossaler, einziger Roman, Malina, und Herzzeit, weil Bachmanns Briefwechsel süchtig machen und man sich darin verzetteln kann.«

Clara Santillán (Online- und Lesermarketing) empfiehlt
Judith Schalansky: Marmor, Quecksilber, Nebel
»So viel Sprachspiel, Witz, Neugierde, Wissen und Klugheit zwischen zwei Buchdeckeln! Wer sich von Judith Schalansky auf ihre verwobenen Ausflüge durch die Welt, die Literatur und die Poetologie entführen lässt, will wie nach dem schönsten Sommerurlaub nicht mehr nach Hause.«

Christina Scheben (Verkauf) empfiehlt
Mandy Mangler: Don't miss the Clitoris
»Eine kurzweilige Lektüre mit langanhaltender Wirkung – was könnte den Sommer schöner machen!«

Julia Schmit (Lektorat Internationale Literatur) empfiehlt
Tschingis Aitmatow: Dshamilja
»Raus aus dem Dickicht der Stadt und rein in die Augustnächte von 1943, irgendwo im Tal des Kukureu, in denen Danijars Gesang sich voll und frei entfaltet und immer neue Melodien einander ablösen. «

Sarah Seyboldt (Lektorat Insel Kinderbuch) empfiehlt
Elaine Batiste & Elaine Crowley: Das Handbuch der vergessenen Fertigkeiten
»Mit diesem Buch kommt in diesem Sommer sicher keine Langeweile auf. Egal, ob Lagerfeuer bauen, Knoten knüpfen oder Gemüse einlegen – die praktischen DIY-Anleitungen zeigen Euch, wie Ihr ganz einfach Fertigkeiten meistert, die drohen, in Vergessenheit zu geraten.«

Agnes Sommer (Online- und Lesermarketing) empfiehlt
Clara Leinemann: Gelbe Monster
»Dieses Buch macht wütend, traurig, nachdenklich – und schafft es trotzdem immer wieder, mit Witz und Leichtigkeit zu überraschen. Perfekt also zum gemeinsamen Lesen und Diskutieren.«

Antje Spielberg (Rechnungswesen) empfiehlt
Simone Buchholz: Nach uns der Himmel & Urszula Honek: Die weißen Nächte
»Alles eine Frage der Perspektive bei Urszula Honek. Nämlich 13 verschiedene, die sich beim Lesen wie ein wunderschönes Puzzle zu einem Gesamtbild zusammensetzen. Simone Buchholz hingegen nimmt uns mit auf eine erstaunliche Reise der (Un)möglichkeiten. Beide Bücher schaurig schön und ein bisschen mysteriös. Gänsehaut an warmen Sommertagen.«

Alexandra Stender (Herstellung) empfiehlt
Insel-Bücherei: Claude Monets Garten in Giverny
»Der feine IB-Band über Claude Monets Garten in Giverny lässt einen träumen. Die Seerosen, der Teich, der Nutzgarten. Mit einem guten Buch auf eine Bank setzen und den Sommer genießen.«

Jan-Erik Strasser (Lektorat Wissenschaft) empfiehlt
Stanislaw Lem: Also sprach GOLEM
»Das beste Buch des größten Sci-Fi-Autors über das wichtigste Thema der Welt: Künstliche Intelligenz.«

Dorothea Studthoff (Werbung) empfiehlt
Adalbert Stifter: Der Nachsommer
»Wenns bei der Hitze mal weniger spicy sein soll: der sloweste Slowburner der jemals geslowburned hat, ist in (fast) jeder Hinsicht ein echter Burner.«

Timo Vogt (Lektorat Internationale Literatur) empfiehlt
Friederike Mayröcker: da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete
»Was Du brauchst, ist ein schattiger Platz im Grünen und diese schillernde Prosa.«

Jenny Watkinson (Grafik / Werbung) empfiehlt
Daniel Pedersen: Offenes Wasser
»Zum Sommer gehört Hitze und Wasser, zum Meer gehört Ebbe und Flut, und zum Leben gehört der Tod. Dieses zarte, kurze Buch schafft es, davon so herzlich zu erzählen, dass einem innen ganz warm wird, während außen die Tränen laufen.«

Frank Wegner (Lektorat Internationale Literatur) empfiehlt
Cees Nooteboom: Der Umweg nach Santiago
»Erstmals vor 30 Jahren gelesen, einen heißen Sommer lang auf dem Jakobsweg – und ich habe nie aufgehört, über dieses Buch zu staunen, habe (unter anderem) Spanien darin entdeckt, die apathische Weite der Meseta, unser Fremdsein, ein bestimmtes Stillleben Zurbaráns und den Umweg als stilles Glück des Reisens.«

Sarah Wittenstein (Rechte und Lizenzen) empfiehlt
Joanna Bator: Die Flucht der Bärin
»Düster, weird und ein bisschen magisch – diese Erzählungen fühlen sich an wie die drückende Stille vor einem Sommergewitter.«

Martina Wunderer (Lektorat Deutschsprachige Literatur) empfiehlt
Ingeborg Bachmann: Malina
»›Es war einmal eine Prinzessin, es sind einmal die Ungarn heraufgeritten aus dem ins Unerforschbare reichenden weiten Land, es war einmal an der Donau und es zischelten die Weiden, es war einmal ein Strauß Türkenbund und ein schwarzer Mantel ...‹ Als ich zum Studium nach Wien zog, in Bachmanns ›Ungargassenland‹ im 3. Bezirk, las ich Malina zum ersten Mal. Zum zweiten Mal las ich den Roman in meinem dreißigsten Jahr. Höchste Zeit, ihn zu ihrem hundertsten Geburtstag endlich wiederzulesen.«
