Dana Vowinckel und Svenja Leiber auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026

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09.08.2026
Beitrag zu Dana Vowinckel und Svenja Leiber auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026
Dana Vowinckel und Svenja Leiber stehen mit ihren Romanen Anton und Alma und Nelka auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026.

»Das Vergangene ergründen, um Gegenwart zu verstehen – das findet sich in unserer Auswahl der Romane des Jahres 2026 auf ganz unterschiedliche Weisen. Fragmentarische Formen von bezwingender Vielschichtigkeit haben wir ebenso aufgenommen wie große, mitreißende Erzählungen über lange Zeiträume. Wir sind sehr angetan davon, wie markant und erhellend biografische Mehrsprachigkeit in literarischen Reichtum mündet. Stilbewusst, innovativ, durchaus auch mit Witz zeigen die Autorinnen und Autoren die Verletztheit ihrer Figuren, begleiten Aufbrüche in eine andere Zukunft. Wie soll man sich zurechtfinden in einer Welt, in der Verunsicherung um sich greift? Wir sind überzeugt: Lesen hilft. Dies sind die Bücher dafür«, so die Jurysprecherin Cornelia Geißler.

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen »Roman des Jahres« aus. Ziel des Preises ist es, über Ländergrenzen hinaus Aufmerksamkeit zu schaffen für deutschsprachige Autor:innen, das Lesen und das Leitmedium Buch. Verlage können sich mit ihren Titeln direkt um die Auszeichnung bewerben. Die Besonderheit: Auch Titel, die sich zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch in der Produktion befinden, sind zum Auswahlverfahren zugelassen.

Der Deutsche Buchpreis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Der oder die Preisträger:in erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autor:innen der Shortlist erhalten jeweils 2.500 Euro. Der Deutsche Buchpreis wird jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römer verliehen. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autor:innen, wer von ihnen den Deutschen Buchpreis erhält.

Die Shortlist wird am 8. September bekannt gegeben, die Verleihung des Deutschen Buchpreises 2026 findet am 5. Oktober statt.

»Eine Geschichte über Widerstand und Mut in Zeiten tiefster Dunkelheit.« Kristine Bilkau

Lemberg, 1941. Nelka wird verschleppt und zur Arbeit auf einem norddeutschen Gutshof gezwungen. Ihr Wissen im Apfelanbau schützt sie anfänglich vor der Gewalt des Gutsverwalters: Sie plant seine Plantagen, die ihm nach dem Krieg ein Vermögen bescheren. Jahrzehnte später kehrt sie an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss.

Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das macht Svenja Leiber in ihrem neuen Roman sichtbar. Sie erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten. Nelka beleuchtet ihre Schicksale hellwach und sensibel – und bewahrt die Erinnerung an sie.

»... Nelka setzt den ›Ostarbeiterinnen‹ ein filigranes Denkmal. Svenja Leiber erzählt ausbalanciert. ... [I]hr bewegender und bedrückender Roman [macht] Mut.«
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung
»Svenja Leibers Blick in diesem feinen Roman sucht keine Schuld, sondern will verstehen. Das gelingt, und Nelka wird man nicht so schnell vergessen.«
Marco Müller, DIE ZEIT
»Svenja Leiber ist ein grosser Roman gelungen, ein Text, der einen beim Lesen schier körperlich erfahren lässt, was es damals bedeutete, Mensch zu sein. Vor allem als Frau.«
Peer Teuwsen, NZZ am Sonntag
»... Nelka setzt den ›Ostarbeiterinnen‹ ein filigranes Denkmal. Svenja Leiber erzählt ausbalanciert. ... [I]hr bewegender und bedrückender Roman [macht] Mut.«
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung
»Svenja Leibers Blick in diesem feinen Roman sucht keine Schuld, sondern will verstehen. Das gelingt, und Nelka wird man nicht so schnell vergessen.«
Marco Müller, DIE ZEIT
»Svenja Leiber ist ein grosser Roman gelungen, ein Text, der einen beim Lesen schier körperlich erfahren lässt, was es damals bedeutete, Mensch zu sein. Vor allem als Frau.«
Peer Teuwsen, NZZ am Sonntag
»Nelka … ist ein meisterhaftes Buch, präzis, anschaulich und völlig unsentimental. Gerade deshalb wühlt es auf. Die Autorin schreibt mit verblüffendem Sinn fürs sprechende Detail. Nichts wirkt angelesen. Die Konstruktion – zwei Zeitebenen, zwei Perspektiven – trägt.«
NZZ am Sonntag
»[Leiber findet] in ihrem nun sechsten Roman, eine wirklich unabgenutzte Sprache: ohne Sentimentalität und verlogene Melancholie, mit Härte manchmal, unaufgeregt; poetisch manchmal, auch das.«
Rose-Maria Gropp, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Erscheint am 2. September 2026: Eine Liebesgeschichte, die einem das Herz bricht

Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder und es beginnt die Geschichte einer großen Liebe in einer zunehmend gespaltenen Welt.

Dana Vowinckel erzählt von der Sehnsucht nach Aufrichtigkeit und Geborgenheit, von Trauer und Verlust, von Glauben und Zugehörigkeit – und von unser aller Versuch, dem Leben einen Sinn zu geben. Ein herzzerreißender, mutiger Roman darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein.

»Anton und Alma, fröhlich und abgründig, gehört in die vorderste Reihe aktueller deutschsprachiger Literatur und bringt, zumal als Zwilling, auch die Autorin dorthin.«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau
»Vowinckel greift auf fiktive Weise Ängste auf, die wohl viele Menschen beschäftigen. Doch statt den Lesern diese Ängste zu nehmen, eskaliert die Geschichte am Ende erwartbar – und doch unerwartet. Wenn Anton sagt: ›für immer meine Alma‹, dann ist das ein Satz, der nach dem Lesen der letzten Seite noch eine Weile nachhallt.«
Josephine Danneberg, t-online.de
»Dana Vowinckel hat zwei Romane geschrieben, deren erzählerische Souveränität stark ist, weil es ihr gelingt, vom Gefälle zwischen Eltern und Kindern, vom Chaos, Glück und den Konflikten des Erwachsenwerdens zu erzählen, auch in der ersten richtigen Liebesbeziehung.«
Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Anton und Alma, fröhlich und abgründig, gehört in die vorderste Reihe aktueller deutschsprachiger Literatur und bringt, zumal als Zwilling, auch die Autorin dorthin.«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau
»Vowinckel greift auf fiktive Weise Ängste auf, die wohl viele Menschen beschäftigen. Doch statt den Lesern diese Ängste zu nehmen, eskaliert die Geschichte am Ende erwartbar – und doch unerwartet. Wenn Anton sagt: ›für immer meine Alma‹, dann ist das ein Satz, der nach dem Lesen der letzten Seite noch eine Weile nachhallt.«
Josephine Danneberg, t-online.de
»Dana Vowinckel hat zwei Romane geschrieben, deren erzählerische Souveränität stark ist, weil es ihr gelingt, vom Gefälle zwischen Eltern und Kindern, vom Chaos, Glück und den Konflikten des Erwachsenwerdens zu erzählen, auch in der ersten richtigen Liebesbeziehung.«
Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Dana Vowinckel [beweist] mit Anton und Alma zum zweiten Mal eine stauenswerte Souveränität als Erzählerin ...«
Marie Schmidt, Süddeutsche Zeitung
»Wie Vowinckel die unlösbaren Konflikte unserer Zeit, wie sie die Schallwellen von Politik und Krieg in diese Liebesgeschichte hineinklingen lässt, wie sie die Diskurse unserer Zeit lebendig, sie erzählerisch macht, wie sie beinahe live einen Gesellschaftsroman unserer Epoche schreibt, in die der 7. Oktober als großer Donnerschlag hineinfährt, das ist phänomenal.«
Volker Weidermann, DIE ZEIT

Dana Vowinckel und Svenja Leiber im Suhrkamp Verlag

Anton und Alma

Neu
26,00 €

T-Shirt »Anton und Alma«

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25,00 €

Nelka

Gewässer im Ziplock

Bestseller
13,00 €

Kazimira

12,00 €

Staub

24,00 €

Das letzte Land

10,00 €
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26,00 €
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25,00 €
Bestseller
13,00 €

Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte, debütierte 2005 mit dem Erzählungsband Büchsenlicht, 2010 folgte der Roman Schipino. Im Suhrkamp Verlag erschien 2014 Das letzte Land, 2018 Staub und 2021 Kazimira. Svenja Leiber lebt und arbeitet in Berlin und Schleswig-Holstein.
Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Philosophie,...
Dana Vowinckel wurde 1996 in Berlin geboren und studierte Linguistik und Literaturwissenschaft in Berlin, Toulouse und Cambridge. Ihr gefeierter Debütroman Gewässer im Ziplock wurde mit dem Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger, dem Literaturpreis der Deutschen Wirtschaft und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet, für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert, in mehrere Sprachen übersetzt und für die Bühne adaptiert. Für Anton und Alma erhielt sie unter anderem das Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds. Sie lebt in Berlin.
Dana Vowinckel wurde 1996 in Berlin geboren und studierte Linguistik und Literaturwissenschaft in Berlin, Toulouse und Cambridge. Ihr gefeierter...


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Hintergrund
Wir haben mit der Autorin über die Entstehung, die Figuren und die Themen ihres Romans gesprochen. 
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Entstehungsgeschichte und historische Hintergründe: Lesen Sie das Nachwort zum Roman.
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Dana Vowinckel spricht mit Silke Hohmann über modernes jüdisches Leben und politisches Schreiben.
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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026