Staub

Roman
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Als Kind verbringt Jonas Blaum ein Jahr in Saudi-Arabien – der Vater, ein Mediziner, verfolgt in Riad seine eigenwilligen Vorstellungen von Heilung. Den Deutschen fällt es nicht leicht, sich den ungewohnten Landessitten anzupassen, und als eines Tages das jüngste Kind der Blaums spurlos verschwindet und wenig später verstört und sprachlos wiederauftaucht, kehrt die Familie überstürzt nach Deutschland zurück.

Im Sommer 2014 reist Jonas Blaum, mittlerweile selbst Arzt, suchtkrank und...

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Als Kind verbringt Jonas Blaum ein Jahr in Saudi-Arabien – der Vater, ein Mediziner, verfolgt in Riad seine eigenwilligen Vorstellungen von Heilung. Den Deutschen fällt es nicht leicht, sich den ungewohnten Landessitten anzupassen, und als eines Tages das jüngste Kind der Blaums spurlos verschwindet und wenig später verstört und sprachlos wiederauftaucht, kehrt die Familie überstürzt nach Deutschland zurück.

Im Sommer 2014 reist Jonas Blaum, mittlerweile selbst Arzt, suchtkrank und von Zweifeln geplagt, erneut in den Nahen Osten, diesmal nach Amman. Dort wird ihm ein Junge in die Obhut gegeben, der ihn an den größten Verlust seines Lebens erinnert. Blaum kann dem Kind nicht helfen, und als er den Jungen bei einem Aufenthalt in Jerusalem verliert, ergibt sich für den Arzt ein beängstigender Verdacht.

In bedrängenden Bildern erzählt Svenja Leiber von einer individuellen Katastrophe und der einer ganzen Region. Der Wettlauf um das Leben eines Kindes wird dabei zum Sinnbild für einen doppelten Kampf: gegen die Erstarrung des Einzelnen im Korsett gesellschaftlicher Zuschreibungen, gegen die Macht symbolischer Ordnungen und überalterter Systeme.

»Text & Sprache« 2019 (Shortlist)
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»Svenja Leibers Roman ist ein großer Wirbelsturm, der durch die Wüste des dialektischen Denkens fegt.«
Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Der Roman ist voll mit seltsamen Augenblicken und mit Arabesken des Menschlichen. Durch sie hindurch schimmern existenzielle Fragen und die erstaunliche Klugheit eines Romans, der seinen Anspruch nicht einem oberflächlichen Realismus opfern will.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung
»Fremdheit kann Svenja Leiber aufscheinen lassen, real werden lassen.«
Dirk Knipphals, taz. die tageszeitung
»Svenja Leibers Roman ist ein großer Wirbelsturm, der durch die Wüste des dialektischen Denkens fegt.«
Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Der Roman ist voll mit seltsamen Augenblicken und mit Arabesken des Menschlichen. Durch sie hindurch schimmern existenzielle Fragen und die erstaunliche Klugheit eines Romans, der seinen Anspruch nicht einem oberflächlichen Realismus opfern will.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung
»Fremdheit kann Svenja Leiber aufscheinen lassen, real werden lassen.«
Dirk Knipphals, taz. die tageszeitung
»Svenja Leiber ist mit Staub ein Roman gelungen, der viel wagt, viel will, uns viel abverlangt, aber auch viel bietet – mit andern Worten: ein herausragender Roman.«
Julian Schütt, Radio SRF 2 Kultur
»Was mir besonders gefällt an diesem Roman, ist eine zweite, sich durchziehende Ebene einer Strukturkritik in meinem Lesen: Zweigendernormen werden hier ebenso in gewisser Weise punktuell problematisiert wie Paarbeziehungsnormen, westliche Politikideale und ein ungebrochener Glaube an westliche Schulmedizin.«
Lann Hornscheidt, lannhornscheidt.com

Personen für Staub

Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte, debütierte 2005 mit dem Erzählungsband Büchsenlicht, 2010 folgte der Roman Schipino. Im Suhrkamp Verlag erschien 2014 Das letzte Land, 2018 Staub und 2021 Kazimira. Für ihre Erzählungen und Romane wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Rompreis in der Villa Massimo 2027 und dem Hebbel-Preis 2027. Svenja Leiber lebt und arbeitet in Berlin und Schleswig-Holstein.
Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Philosophie,...

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Die Autorinnen sind mit ihren Romanen Anton und Alma und Nelka nominiert.
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