Tatsache, Fiktion, Voraussage
Im Kern dieses Klassikers der Wissenschaftstheorie geht es um das Problem der Induktion. Wie kommt es, daß wir uns in manchen Hinsichten auf Verallgemeinerungen aus unserer Erfahrung verlassen, in anderen Hinsichten hingegen nicht? Wie lassen sich Verallgemeinerungen, die uns bestätigt erscheinen, von anderen unterscheiden?
Goodman zeigt, daß diese Fragen sich nicht formal lösen lassen, und sein Nachweis ist von Nativisten wie Chomsky und Fodor als Beweis dafür aufgefaßt worden, daß...
Im Kern dieses Klassikers der Wissenschaftstheorie geht es um das Problem der Induktion. Wie kommt es, daß wir uns in manchen Hinsichten auf Verallgemeinerungen aus unserer Erfahrung verlassen, in anderen Hinsichten hingegen nicht? Wie lassen sich Verallgemeinerungen, die uns bestätigt erscheinen, von anderen unterscheiden?
Goodman zeigt, daß diese Fragen sich nicht formal lösen lassen, und sein Nachweis ist von Nativisten wie Chomsky und Fodor als Beweis dafür aufgefaßt worden, daß wissenschaftliche Induktion so wenig wie gewöhnliches Lernen ohne eine apriorische – oder angeborene – Ordnung von Hypothesen voranschreiten kann. Im Vorwort zu dieser Ausgabe formuliert Hilary Putnam starke Argumente gegen diese nativistischen Behauptungen. Die Kontroverse um diese ungelösten Probleme ist für die Psychologie der kognitiven Entwicklung ebenso bedeutend wie für die Philosophie der Wissenschaft.
Nelson Goodman (1906-1998) war Professor für Philosophie der Harvard University.
Suhrkamp Verlag GmbH
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10119 Berlin
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