Ralf Rothmann
Der Gott jenes Sommers - Roman

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Erschienen: 07.05.2018
Leinen, 254 Seiten
ISBN: 978-3-518-42793-4
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Ein Kind im Krieg: Anfang 1945 muss die zwölfjährige Luisa Norff mit ihrer Mutter und der älteren Schwester aus dem bombardierten Kiel aufs Land fliehen. Das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wird ein unverhoffter Raum der Freiheit: Kein Unterricht mehr, und während alliierte Bomber ostwärts fliegen und immer mehr Flüchtlinge eintreffen, streift die Verträumte durch die Wälder und versucht das Leben diesseits der Brände zu verstehen: Was ist das für eine Beunruhigung, wenn sie den jungen Melker Walter sieht, wer sind die Gefangenen am Klostersee, wohin ist ihre Schwester Billie plötzlich verschwunden, und von wem bekommt die Perückenmacherin eigentlich die Haare? Und als ihr auf einem Fest zu Vinzents Geburtstag genau das widerfährt, wovor sich alle Frauen in jenen Tagen fürchten, bricht Luisa unter der Last des Unerklärlichen zusammen.

War Ralf Rothmanns großer, in fünfundzwanzig Sprachen übersetzter Roman Im Frühling sterben ein aufwühlendes Drama am Rand der Schlachtfelder, so ist Der Gott jenes Sommers eine ebenso erschütternde Geschichte über das Klima von Verblendung und Denunziation in den letzten Monaten eines Krieges, der jedem für immer die Seele verdunkelt und schon eine Zwölfjährige mit Recht sagen lässt: »Ich hab alles erlebt.«

65. Geburtstag am 10. Mai 2018

 

Aus dem Buch

»Wenn der Krieg vorbei ist, gehst du als Erstes in die Tanzschule!«

Pressestimmen

»Mit der Erinnerung daran, ... dass man auch im Untergang inneren Adel zeigen kann, singt Der Gott jenes Sommers das hohe Lied der Humanität. Ohne jeden Sonntagsredenschmu.«

Tilman Krause, Die literarische Welt

»Ralf Rothmann hat einen grandiosen Roman geschrieben, er beschreibt mit einer souveränen Selbstverständlichkeit, weder übertrieben gefühlig noch unterkühlt.«

Franziska Wolffheim, SPIEGEL ONLINE

»Mit existentieller Wucht, aber nicht ohne Humor erzählt Ralf Rothmann aus der Perspektive einer Zwölfjährigen vom Schrecken der letzten Kriegsmonate.«

Hamburger Abendblatt

»Während man ... liest, denkt man, dass Rothmanns Bücher unbedingt in den Schulunterricht gehören. Was ein Krieg für einen jungen Menschen bedeutet, davon handelt dieses bewegende Buch.«

Thomas Thelen, Aachener Zeitung

»Präzise begibt sich Rothmann wieder in die Kriegsjahre, setzt höchst sinnlich die Unversehrtheit der Natur in Kontrast zu einer Welt, die aus den Fugen geriet.«

Britta Heidemann, Westfalenpost

»Es ist wahr: Auf merkwürdige Weise vermittelt auch dieser Roman durch seine erzählerische Atmosphäre den Eindruck, als wäre er in den fünfziger Jahren geschrieben worden ... Rothmann bleibt immer sehr nahe an den Erfahrungen seiner Figuren.«

Eberhard Falcke, SWR

»Jeder Krieg sei stets mehr als nur ein Krieg, so Rothmann. Und er ist eigentlich nie vorbei. ... Und darum ist Der Gott jenes Sommers ein Roman unserer Zeit.«

Lothar Schröder, lr-online.de

»Ralf Rothmann hat einen eindringlichen Roman entworfen ... «

Jörg Schieke, MDR Mai 2018

»Einfühlsam beschreibt der Kleist-Preisträger die düstere Atmosphäre von Denunziation und Verblendung dieser schrecklichen Zeit.«

Britta Helmbold, Ruhr Nachrichten

»Rothmann schreibt federleicht, wie es das Cover-Motiv nahe legt, zart, licht und präzise, nicht breit, eher schmallippig, nicht wohlig, aber warm.«

Andreas Wilink, K.WEST 05/2018

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