Clemens J. Setz
Der Trost runder Dinge - Erzählungen


D: ca. 12,00 €
A: ca. 12,40 €
CH: ca. 17,90 sFr

Gepl. Erscheinen: 12.10.2020
suhrkamp taschenbuch 5096, Taschenbuch, 314 Seiten
ISBN: 978-3-518-47096-1

Inhalt

Clemens J. Setz erzählt über das Absurde und Groteske des menschlichen Zusammenlebens. Das ganz und gar Unerwartete bricht in das Leben seiner Figuren ein. Ihr Schöpfer erzählt davon einfühlsam, fast zärtlich. Durch Falltüren gestattet er uns Blicke auf rätselhafte Erscheinungen und in geheimnisvolle Abgründe des Alltags, man stößt auf Wiedergänger und auf Sätze, die einen mit der Zunge schnalzen lassen. Der Trost runder Dinge ist ein Buch voller Irrlichter und doppelter Böden – radikal erzählt und aufregend bis ins Detail.

Aus dem Buch

»›Ich war ja nie sechzehn.‹
›Nicht?‹
›Nä. Wozu? Hab damals einfach von vierzehn auf achtzehn geupgradet, bumm.‹ Und Gregor lächelte, was liebenswürdige Fältchen rund um seine Augen entstehen ließ.
›Ah, verstehe‹, sagte ich, obwohl ich überhaupt nichts begriff.«

Pressestimmen

»Es gibt Momente, da fürchtet man, die Gegenwartsliteratur könnte in Zukunft zu einem einzigen großen Müllhaufen emporwachsen. Wenn man dann Trost sucht, dann bei Clemens J. Setz, dem futuristischen Sprachclown.«

Die literarische Welt

» ... für [Setz] ist die kurze Form ideal. Bei aller avantgardistischen Verspieltheit fokussieren die Geschichten immer wieder gestochen scharf auf emotionale Grundzustände wie Güte, Panik, Vertrauen und Einsamkeit.«

Oliver Jungen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Geradezu zärtlich widmet er sich seinen empfindlichen, meist männlichen Figuren. Er zeigt sie zwar in unwürdigen Zuständen und scheint sich an der Absurdität ihrer Wahnhaftigkeit durchaus erfreuen zu können, er macht sich aber nie über sie lustig oder nutzt ihre Irrationalität für billige Späße.«

Jan Jekal, taz. die tageszeitung

»Clemens J. Setz’ Erzählungsband Der Trost runder Dinge bietet neben Sprachkunst und der Routine des Bizarren auch Expeditionen in die Tiefen des Menschseins.«

Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau

»Der neue Erzählband von Clemens J. Setz führt auf einen hochkomischen Rundgang durch den finsteren Kosmos der Zwangsstörungen.«

Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung

»Ein rundum rundes Ding.«

Birthe Mühlhoff, Süddeutsche Zeitung

»Literatur, die so klarsichtig den prekären Weltgenerator in unseren Köpfen in Szene setzt, findet man nur selten.«

Juliane Liebert, DIE ZEIT

»Der Autor schärft den Blick dafür, dass wir nicht alle dasselbe sehen – und so wird die Lektüre zum Abenteuer.«

Daniela Strigl, Deutschlandfunk

»Wenn es möglich wäre: Man machte beim Lesen die Augen zu und vertraute sich diesen Geschichten vorbehaltlos an. Ganz so, als würde man mit ihnen gemeinsam auf einem Tandem sitzen und durch Graz fahren. Neue Welten der deutschsprachigen Literatur gehen auf.«

Klaus Kastberger, Die Presse, Wien

»Jede einzelne Geschichte aus diesem Buch enthält überraschende Formulierungen, groteske Handlungsverläufe, schräge, überraschende Metaphern, literarische Anspielungen etwa auf Franz Kafka und David Foster Wallace, Sprachwitz, aber auch Brutalität und Schonunslosigkeit. Das Kaleidoskop der Setz’schen Sprachelemente wird nach jeder Geschichte neu geschüttelt und gerüttelt.«

Joachim Dicks, NDR

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