Jorge Barón Biza
Die Wüste und ihr Samen - Roman

Aus dem Spanischen von Frank Wegner. Mit einem Nachwort von Alan Pauls
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Gepl. Erscheinen: 11.03.2019
Bibliothek Suhrkamp 1506, Gebunden, 230 Seiten
ISBN: 978-3-518-22506-6

Inhalt

Beim Unterschreiben der Scheidungspapiere schüttet der Vater der Mutter Säure ins Gesicht. Der gemeinsame Sohn ist anwesend, es ist der Moment, in dem er zu erzählen beginnt. Von den hilflosen Versuchen der ersten Minuten, den Schaden zu begrenzen, von der seltsamen Erleichterung, als er erfährt, dass sich der Vater eine Kugel in den Kopf geschossen hat, von der Reise an der Seite der Mutter nach Mailand zu einem Spezialisten, von seiner ganz persönlichen Höllenfahrt durch Bars und Bordelle. Und eben immer, immer, immer wieder vom Gesicht der Mutter, dieser sonderbaren Masse Fleisch, die auseinander, ineinander, übereinander läuft und in den sonderbarsten Farben leuchtet.

Kurz bevor er Selbstmord beging, verwandelte Jorge Barón Biza die Katastrophe im Zentrum seines Lebens in ein literarisches Meisterwerk. In Die Wüste und ihr Samen beschwört er einen radikalen Formverlust. Dieser Roman führt in eine Sphäre, in der Linien, Konturen, Grenzen keinen Halt mehr geben und vom Menschsein nichts bleibt als ein Schwindel.

Im Original erschienen unter dem Titel El desierto y su semilla (Eterna Cadencia).

Kommentare

»Ein einmaliges Buch. Ein Buch, das nur er schreiben konnte, ein außergewöhnliches, eins, das bewerkstelligt, was er nie schaff en sollte: sich einen Platz in der Welt zu erfinden.«
Alan Pauls, 08.05.2018

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