Wendy Brown
Mauern - Die neue Abschottung und der Niedergang der Souveränität

Aus dem Amerikanischen von Frank Lachmann Mit zahlreichen Abbildungen
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Erschienen: 12.03.2018
Gebunden, 260 Seiten
ISBN: 978-3-518-58715-7
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

Warum bauen immer mehr Staaten eine Mauer, wo doch zugleich im Zeichen von Globalisierung und digitaler Vernetzung seit Jahren eine Welt ohne Grenzen beschworen wird? Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Wendy Brown geht in ihrem preisgekrönten Buch dieser paradoxen Entwicklung auf den Grund.

Ein US-Präsident, der verspricht, eine Mauer zwischen den USA und Mexiko zu bauen; rechtspopulistische Parteien, die die »Festung Europa« gegen Flüchtlinge absichern wollen; gewaltige Mauerbauprojekte zwischen Israel und Palästina, Südafrika und Zimbabwe, Indien und Pakistan oder Irak und Saudi-Arabien: Eine neue Abschottung hat weltweit Konjunktur, obwohl das Ausmaß globaler Vernetzung es illusorisch erscheinen lässt, durch den simplen Bau einer Mauer die Probleme der Gegenwart lösen zu können. Diese neuen Mauern gleichen für Brown daher eher theatralischen Inszenierungen und sind Ausdruck eines Bedürfnisses nach Übersichtlichkeit und einfachen Lösungen in einer immer komplexer werdenden Welt. Sie markieren einen schmerzhaften Niedergang nationaler Souveränität.

Im Original erschienen unter dem Titel Walled States, Waning Sovereignty (Zone Books).

Pressestimmen

»Mit dem akademischen Rüstzeug der Psychoanalyse Freuds und der Staatstheorie Carl Schmitts seziert Wendy Brown den Mauerbau und die populistischen Forderungen nach befestigten Grenzen.«
Nicolas Freund, Süddeutsche Zeitung
» ... Machiavelli wusste: ›Festungen schaden im Allgemeinen mehr als sie nützen.‹ Man kann sagen, das Buch von Wendy Brown, Professorin für politische Theorie in Berkeley, sei eine meisterhafte Beweisführung dieses Satzes. Es ist ein hervorragend recherchiertes Buch ... «
Peer Teuwsen, Neue Zürcher Zeitung
»Wendy Brown legt ein Buch vor, das mit scharfen Analysen auffällt und die gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen mit einem wichtigen Diskussionsbeitrag bereichert.«
Nina Fargahi, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag
»Neu ist ... die Klarsicht, mit der [Wendy Brown] verschiedene Thesen zur produktiven Funktion von Mauern zusammenbringt.«
Peter Kuras, der Freitag
»Browns Analyse ist im Allgemeinen von wohltuender Nüchternheit.«
Anna-Lena Scholz, DIE ZEIT
»Brown zeigt, dass die Mauern der Gegenwart die schon längst diskreditierten Erkennungszeichen einer schwindenden Souveränität sind.«
London Review of Books
»Die US-amerikanische Politikwissenschaftlerin entlarvt die Ideologie, die in Fantasien von Festungen und Zäunen steckt.«
Spiegel Online
»Browns Essay ist nicht immer leichte Lektüre. Aber er hilft, die neuen Mauern nicht einfach als Abschottung zu lesen, sondern, viel gefährlicher, ›als Illusion einer Zukunft, die sich an einer idealisierten Vergangenheit orientiert.‹«
Niels Boeing, ZEIT WISSEN Mai/Juni 2018

Videobeiträge

Kommentare

Das Buch von Wendy Brown ist sehr erhellend und bringt tiefe Einsichten.
Reiner Girstl

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