Marcel Beyer
Putins Briefkasten - Acht Recherchen

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Erschienen: 13.02.2012
suhrkamp taschenbuch 4324, Taschenbuch, 219 Seiten
ISBN: 978-3-518-46324-6

Zweifellos eine der feineren literarischen Vergnügungen, die sich derzeit anbieten.
Georg M. Oswald, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

 

Inhalt

Eines Morgens, in einer ihm »selber nicht ganz klaren Anwandlung«, fährt Marcel Beyer an den Stadtrand von Dresden, um dort einen Briefkasten noch einmal zu sehen, nicht irgendeinen, sondern den Wladimir Putins, der in den achtziger Jahren hier lebte. Er findet ihn nicht mehr vor. Aber was Beyer auf seiner Spurensuche wahrnimmt und aufschreibt, entwickelt sich unterderhand zu einem Kurzporträt Putins, das erhellender ist als jede dickleibige politische Biographie. Was immer Beyer hier in seinen Erzählungen und Skizzen in den Blick nimmt - seien es Blumen oberhalb des Genfer Sees, eine von Rimbaud aufgegebene Kleinanzeige, ein einäugiger Löwe im Dresdner Zoo, von Dostojewskij zum Brüllen gebracht, ein kleinformatiges Gemälde von Gerhard Richter oder Lessings Ofenschirm in Wolfenbüttel -, stets entzünden sich an konkreten Phänomenen seine Überlegungen zu Sprache, Kultur und politischer Geographie.

Putins Briefkasten, Marcel Beyers Sammlung seiner unveröffentlichten Erzählungen und Denkbilder, ist ein Buch über Wahrnehmung, Stil, über das Hören und Schreiben. Und wir werden, während wir diese Abfolge einzelner Momente und Bewegungen staunend lesen, so ganz nebenbei zu blitzartigen, überraschenden Einsichten geführt.

Pressestimmen

»Kaum ein Schriftsteller … recherchiert so akribisch wie er die Syntax geschichtlicher Ereignisse und Sachen, keiner versenkt sich so intensiv in Dinge des täglichen Gebrauchs.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»So hat man es recht eigentlich mit einem Buch der Wandlungen zu tun, mit stilistisch ausgefeilten Kippfiguren.«
Tobias Lehmkuhl, Zeit Literatur 2012

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