Werke. Frankfurter Ausgabe

Werke I. Band 3: Essays, Chroniken und andere Schriften
Aus dem Französischen von Henriette Beese, Luzius Keller und Helmut Scheffel
Werke. Frankfurter Ausgabe
Werke I. Band 3: Essays, Chroniken und andere Schriften
Aus dem Französischen von Henriette Beese, Luzius Keller und Helmut Scheffel

Der dritte Band der Frankfurter Proust-Ausgabe beschließt deren erste Abteilung »Erzählungen, Essays, Kleine Schriften«. Er enthält die kritischen Schriften Prousts mit Ausnahme derjenigen, die im zweiten Band bereits erschienen sind, und jener, die in den Jahren 1908-1909 im Zusammenhang mit dem von Proust geplanten Werk über Sainte-Beuve entstanden sind und die in einen späteren Band der Frankfurter Ausgabe aufgenommen wurden. Die Sammlung beginnt mit den Aufsätzen aus der Schulzeit, die...

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Der dritte Band der Frankfurter Proust-Ausgabe beschließt deren erste Abteilung »Erzählungen, Essays, Kleine Schriften«. Er enthält die kritischen Schriften Prousts mit Ausnahme derjenigen, die im zweiten Band bereits erschienen sind, und jener, die in den Jahren 1908-1909 im Zusammenhang mit dem von Proust geplanten Werk über Sainte-Beuve entstanden sind und die in einen späteren Band der Frankfurter Ausgabe aufgenommen wurden. Die Sammlung beginnt mit den Aufsätzen aus der Schulzeit, die Prousts literarische und literaturkritische Begabung erahnen lassen. Die folgenden Essays aus der Zeit von Freuden und Tage und Jean Santeuil zeigen Proust bald als einen auf seine literarische und mondäne Karriere bedachten Literaten, bald als einen das Wesen der Kunst ergründenden Ästhetiker. Der Chronist in Proust entfaltet sich in den großen Salon-Berichten aus den Jahren 1900-1904, der Ruskin-Kenner in zahlreichen Arbeiten aus derselben Zeit. Nach einer längeren, durch die Arbeit an der Recherche bedingten Pause findet Prousts kritisches Werk in den vier großen Essays aus den Jahren 1919-1921 über Jacques-Émile Blanche, Gustave Flaubert, Paul Morand und Charles Baudelaire den krönenden Abschluss.

AUS DER SCHULZEIT
Hausaufsatz
Nacherzählung
Der sterbende Gladiator
Aufsatz
Die Mondfinsternis
Die Wolken
Besinnungsaufsatz
In Anbetracht, daß »La revue verte«
Für die »Revue lilas«
Impressionen aus dem Theater
Fragebogen
Marcel Proust über sich selbst
AUS DEM UMKREIS VON »FREUDEN UND TAGE«
Die Satire und der französische Geist
Die wahre Schönheit
Eine Weihnachtserzählung. »Les petits souliers«, von Monsieur Louis Ganderax
Ein Buch gegen die Eleganz. »Sens dessus dessous«
Die staatliche Irreligiosität
Orientalisches. Zu Graf von Cholets »Voyage en Turquie d’Asie«
»Tel qu’en songe«, von Henri de Régnier
Die parlamentarische Konferenz in der Rue Serpente
Ein lesenswerter Roman. »Le nez de Cléopâtre«, von Henri de Saussine
Ein literarisches Fest in Versailles
»Der christliche Geist und die Vaterlandsliebe«, von Tolstoj
Ein Sonntag im Conservatoire
Chardin und Rembrandt
Camille Saint-Saëns als Pianist
Pariser Gestalten. Camille Saint-Saëns
AUS DEM UMKREIS VON »JEAN SANTEUIL«
Eros und Venus
Gegen die Dunkelheit
Die gehätschelte Jugend
Jules Renard
Künstler-Silhouette
Alphonse Daudets Person als »Kunstwerk«
Abschied
Robert de Flers
Robert de Montesquiou, »Der Souverän der vergänglichen Dinge«
Robert de Montesquiou in Versailles
Monsieur de Montesquiou, Historiker und Dichter
Die poetische Schöpfung
Die Macht des Romanciers
»Die Osterwoche ist da ...«
Die Poesie oder die geheimnisvollen Gesetze
Der Niedergang der Inspiration
Briefe aus Persien und anderswoher [aus Les Reis-Boisfrisieux)
Briefe aus Persien und anderswoher [aus Amsterdam]
Dialog
LITERARISCHE UND MONDÄNE CHRONIK
Der Salon der Gräfin Aimery de La Rochefoucauld
John Ruskin
Ruskin-Wallfahrten in Frankreich
»Pays des aromates«, von Graf Robert de Montesquiou
Ein historischer Salon. Der Salon Ihrer Kaiserlichen Hoheit Prinzessin Mathilde
»John Ruskin, sein Lehen und sein Werk«, kritische Studie von Marie von Bunsen
Fliederhof und Rosenatelier. Der Salon von Madame Madeleine Lemaire
Der Salon der Fürstin Edmond de Polignac. Musik von heute, Echos von einst
Dante Gabriel Rossetti und Elizabeth Siddal
Porträt des Fürsten Léon Radziwill
Charlotte Broicher: »John Ruskin« - John Ruskin: »Moderne Maler«
Der Salon der Gräfin von Haussonville
Eine Miniaturmalerin des Zweiten Kaiserreichs: Madame Herbelin
Der Salon der Gräfin Potocka
»L’île et l’Empire de Grande-Bretagne: Angleterre, Égypte, Inde«, von Robert d'Humières
Die Schönen Künste und der Staat
Der Fürst Antoine Bibesco
Kleine Notizen. »Étude sur Victor Hugo«, von Fernand Gregh
Henri de Régnier
Die Gräfin von Guerne
Ein Lehrer des Schönen
John Ruskin: »Les pierres de Venise«
Tolstoj contra Shakespeare
»Gainshorough«, von Gabriel Mourey
Tage des Lesens
»Les Éblouissements«, von der Gräfin von Noailles
Eine Großmutter
Gustave de Borda
»Le chemin mort«
Im Umkreis eines Buches: »Le prince des cravates«
Reynaldo Hahn
AUS DEM UMKREIS DER RECHERCHE
Swann, von Proust erläutert
Eröffnungen Prousts über die Fortsetzung seines Romans
Widmung
Vorwort zu »Au royaume du bistouri«
Senancour, das bin ich
Vorwort zu »Propos de peintre«
Über den »Stil« Flauberts
Über die Réjane
Ein Forum französischer Malerei im Louvre?
Unermeßlich an Geist und Genius: Léon Daudet
Wenn Sie gezwungen wären, einen handwerklichen Beruf auszuüben
Über die Leihbüchereien
Vorwort zu»Tendres Stocks«
Klassik und Romantik
Über Baudelaire
Antwort auf eine Frage der »Annales«
Die Brüder Goncourt vor ihren Nachgeborenen: Monsieur Marcel Proust
Dostojewski
Umfrage über die Erneuerung des Stils
»Eine kleine Frage«: Und wenn die Welt unterginge... Was würden Sie tun?
UNDATIERTE NOTIZEN ZU SCHRIFTSTELLERN UND MALERN
Goethe
Joubert
Chateaubriand
Notizen zu Stendhal
George Eliot
Tolstoj
Rembrandt
Watteau
Gustave Moreau
Der Maler-Schatten-Monet
ANHANG
Nachwort des Herausgebers
Anmerkungen und Kommentar
Nachträge zum Kommentar von Band I, 1 und I, 2
Bibliographie
Namenregister
Inhaltsverzeichnis
Bibliografische Angaben
Service
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ZITATE

»Was wäre mein größtes Unglück. – Weder meine Mutter noch meine Großmutter gekannt zu haben.«
»Was wäre mein größtes Unglück. – Weder meine Mutter noch meine Großmutter gekannt zu haben.«

Werkausgabe

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ERSCHEINUNGSTERMIN: 20.11.2024
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Proust war zwanzig Jahre alt, als er die ersten Texte zu Les plaisirs et les jours schrieb. Die hier vorgelegte Neuübersetzung bringt zum ersten Mal den vollständigen Text des...
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Personen für Werke. Frankfurter Ausgabe

Marcel Proust wurde am 10. Juli 1871 in Auteuil geboren und starb am 18. November 1922 in Paris. Sein siebenbändiges Romanwerk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit ist zu einem Mythos der Moderne geworden.

Eine Asthmaerkrankung beeinträchtigte schon früh Prousts Gesundheit. Noch während des Studiums und einer kurzen Tätigkeit an der Bibliothek Mazarine widmete er sich seinen schriftstellerischen Arbeiten und einem – nur vermeintlich müßigen – Salonleben. Es erschienen Beiträge für Zeitschriften und die Übersetzungen zweier Bücher von John Ruskin. Nach dem Tod der über alles geliebten Mutter 1905, der ihn in eine tiefe Krise stürzte, machte Proust die Arbeit an seinem Roman zum einzigen Inhalt seiner Existenz. Sein hermetisch abgeschlossenes, mit Korkplatten...

Marcel Proust wurde am 10. Juli 1871 in Auteuil geboren und starb am 18. November 1922 in Paris. Sein siebenbändiges Romanwerk Auf der Suche...

Herausgeber, Übersetzer, Nachwort
Herausgeber, Übersetzer, Nachwort
Übersetzer

Helmut Scheffel, geboren 1925 in Gera und verstorben 2010 in Frankfurt am Main, studierte Philosophie, Soziologie, Romanistik in Frankfurt und Paris. Seit 1957 war er als freiberuflicher Übersetzer und Publizist und später auch als Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig.

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Helmut Scheffel, geboren 1925 in Gera und verstorben 2010 in Frankfurt am Main, studierte Philosophie, Soziologie, Romanistik in Frankfurt und...


STIMMEN

»Sein Werk ist aus einer phänomenalen Fähigkeit seines Geistes entstanden, die Welt in sich passieren zu lassen, um sie zu anzuschauen und anderen vor Augen zu führen.«
Marguerite Duras
»Sein Werk ist aus einer phänomenalen Fähigkeit seines Geistes entstanden, die Welt in sich passieren zu lassen, um sie zu anzuschauen und anderen vor Augen zu führen.«
Marguerite Duras

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