Annie Ernaux
Erinnerung eines Mädchens

Aus dem Französischen von Sonja Finck
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Erschienen: 02.10.2018
Gebunden, 163 Seiten
ISBN: 978-3-518-42792-7
Auch als eBook erhältlich

Platz 1 SWR-Bestenliste
ORF-Bestenliste

»Annie Ernaux ist die Königin der neuen autobiographischen Literatur.«
DIE ZEIT

 

Inhalt

Sommer 1958: Annie Duchesne wird 18 Jahre alt. Sie arbeitet als Betreuerin in einer Ferienkolonie. Sie findet in eine Clique, zusammen feiern sie Feten, genießen ihre Jugend. Und Annie ist in H. verliebt, mit ihm hat sie ihr erstes Mal. Eine Nacht, die einen anhaltenden Schock bedeutet. Denn H. ignoriert sie fortan, sie weiß nicht, wohin mit sich und lässt sich auf andere ein. Schnell ist sie verfemt. Was folgt, sind Ausgrenzung, der Hohn der anderen, ihre eigene Scham.
Und Schweigen. Denn über 55 Jahre braucht Annie Ernaux, um sich dieser »Erinnerung der Scham« stellen zu können – anhand von Fotografien und Briefen schreibt sie von einer Zeit, die sich in ihren Körper gebrannt hat. Die ihre Moral, ihre Sexualität, ihr ganzes langes Leben geprägt und bestimmt hat.

Mit schonungsloser Genauigkeit erzählt Annie Ernaux von ihrer ersten sexuellen Begegnung – von Macht, Ohnmacht und Unterwerfung. Von einer Wunde, die niemals ausgeheilt ist. Und vom teuer bezahlten Erkennen des eigenen Werts.

Im Original erschienen unter dem Titel Mémoire de fille (Gallimard).

Pressestimmen

»Annie Ernaux' kollektive Autobiografien sind unendlich starke Werkzeuge dafür, individuelle Leben zu verstehen.«

Hanna Engelmeier, taz. die tageszeitung

»Annie Ernaux gelingt es ganz hervorragend, in ihrem Roman noch einmal zu der innerlich zerrissenen, verliebten, magersüchtigen, ehrgeizigen jungen Frau zu werden, die sie war als alles in ihr ins Wanken geriet ... «

Iris Radisch, DIE ZEIT

»In dieser mit rücksichtsloser Stringenz verfolgten Verschmelzung der Innen- und Außenperspektive liegt die literarische Eigenart und die Meisterschaft der Autorin.«

Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die Kraft, die Annie Ernaux’ Texte ausstrahlen, rührt von dem nüchtern kühlen Blick und der Beschreibungspräzision her, mit der sie ihren Stoff ausbreitet. Nie geht es um die ›Schönheit‹ eines Textes oder der darin auftretetenden Personen, sondern immer nur darum, die Wahrheit zu finden.«

Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung
»Ernaux ist eine Klasse für sich.«
Der Tagesspiegel

»Annie Ernaux zu lesen ist ein Schock, eine Erfahrung, vor allem ist es wichtig.«

DER SPIEGEL

» ... in diesem historisch changierenden Blick und in dem ständigen Zweifel an der Zuverlässigkeit der Erinnerung liegen die großen Stärken ihres aufwühlenden Buches.«

Christoph Vormweg, Deutschlandfunk

»Mit schonungsloser Genauigkeit schreibt sie über Macht, Ohnmacht und eine Zeit, die ihr Verständnis von Moral und Sexualität ein Leben lang entscheidend geprägt hat.«

ORF

»Wie sie hin- und herspringt zwischen Erinnerungen heute und Notizen von damals, zwischen ihrem privaten Leben und der öffentlichen Welt, das ist so atemberaubend geschrieben, dass ihre Leserinnen und Leser froh sind. Weil sie es anders gemacht hat.«

Christoph Amend, ZEITmagazin

»Annie Ernaux erzählt von sich selbst, ihrem Aufwachsen und Frauwerden, aber ohne flirrigen Narzissmus oder Gedächtnismelancholie anderer Frauenmemoires, sondern lakonisch, mit einem Beigemisch von elf Prozent Proust, vier Prozent Modiano und 2,99 Prozent Eribon ... «

Die Literarische Welt

»Annie Ernaux bewirkt Betroffenheit nicht durch Pathos. Sie legt ein cooles, durchaus zugängliches Buch vor, sprachlich minimalistisch, bisweilen sogar heiter.«

Roland Gutsch, nordkurier.de
»Eines der maßgeblichen Werke der zeitgenössischen französischen Literatur.«
Le Point

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