Gerald Murnane
Landschaft mit Landschaft

Aus dem Englischen von Rainer G. Schmidt
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Erschienen: 15.06.2020
Bibliothek Suhrkamp 1514, Gebunden, 400 Seiten
ISBN: 978-3-518-22514-1
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Ein Mann soll vor einem komplett weiblich besetzten Komitee die Wahrheit über sein Intimleben aussagen, doch je mehr er sich anstrengt, desto unrettbarer verheddert er sich in seine Phantasien und Träume. Ein anderer Mann sucht im Hügelland rings um die Metropole über zwanzig Jahre lang wie besessen nach einer Landschaft und einer Frau, die kein Künstler zu malen vermöchte. Ein Dritter – oder ist es ein- und derselbe Mann? – sabotiert sich auf Partys selber mit Drinks, bei dem Versuch, Frauen nachhaltig zu beeindrucken, indem er ihnen minutiös seine neueste Theorie des Schreibens auseinandersetzt.
Niemals ist pointierter, hellsichtiger, aberwitziger über männliche Befangenheiten geschrieben worden – Landschaft mit Landschaft, das sind weitreichende, bewusstseinserweiternde Erkundungen von Gegenden, inneren wie äußeren Gegenden, in denen wir eigentlich noch nicht gewesen sind.

In kräftig erzählten, raffiniert ineinander greifenden Geschichten unternimmt Gerald Murnane, »der große Solitär der Gegenwartsliteratur« (The New Yorker), eine Reise durch die Vororte Melbournes in den frühen sechziger Jahren. Und umkreist dabei die miteinander kollidierenden Bedürfnisse nach Katholizismus und Geschlechtsverkehr, Autonomie und Intimität, Alkoholexzess und Literatur.

Im Original erschienen unter dem Titel Landscape with Landscape (Giramondo Publishing Company).

Pressestimmen

»Landschaft mit Landschaft ist ein elegant verzahnter Geschichtenreigen.«

Maike Albath, Deutschlandfunk Kultur

»Was passiert mit Menschen, die der Realität lesend begegnen und die nicht genau wissen, wie sie mit ihrer eigenen, ganz anders gearteten Wirklichkeit zu Rande kommen sollen? Wie lassen sich Träume aufrechterhalten, und sind diese zuweilen nicht sogar von einer übermäßigen Borniertheit und Brutalität? Wie soll man sich mit ein bisschen Raum zufriedengeben, wenn das innere Ich doch nach unbeschreiblichen Landschaften Ausschau hält? Keine dieser Fragen wird natürlich gelöst. Die Antwort aber besteht in der faszinierenden Literatur Gerald Murnanes selbst.«

Ulrich Rüdenauer, WDR

»Diese Fiktion-in-Fiktion-Prosa setzt nicht auf durchkonstruierte Storys. Wer den Erzählband (ver)zweifelnd weglegt, wird ihn bald wieder in der Hand halten. Angefixt von dem Rätselhaften, Paradoxen, Aberwitzigen, dem Reichtum an Bildern und Unschärfen, die die schräge Einzelgänger-Perspektive hervorbringt. Bedingungslos subjektiv, in kunstvoller Paradoxie die Wahrnehmung und die Sensibilität zu Sein und Schein erweiternd.«

Roland Gutsch, Nordkurier

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