Eine Arbeiterin

Leben, Alter und Sterben
Aus dem Französischen von Sonja Finck
Eine Arbeiterin
Leben, Alter und Sterben
Aus dem Französischen von Sonja Finck

Wenige Wochen nach ihrem Umzug in ein Pflegeheim stirbt Didier Eribons Mutter. Wie in Rückkehr nach Reims wird dieser Einschnitt zum Ausgangspunkt für eine Reise in die Vergangenheit: Eribon rekonstruiert die von Zwängen bestimmte Biografie einer Frau, die an einen brutalen Ehemann gekettet blieb und sich sogar in ihren Träumen bescheiden musste: »Meine Mutter war ihr ganzes Leben lang unglücklich.« Dabei erweist sich der Soziologe erneut als großer Erzähler: Anhand suggestiver...

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Wenige Wochen nach ihrem Umzug in ein Pflegeheim stirbt Didier Eribons Mutter. Wie in Rückkehr nach Reims wird dieser Einschnitt zum Ausgangspunkt für eine Reise in die Vergangenheit: Eribon rekonstruiert die von Zwängen bestimmte Biografie einer Frau, die an einen brutalen Ehemann gekettet blieb und sich sogar in ihren Träumen bescheiden musste: »Meine Mutter war ihr ganzes Leben lang unglücklich.« Dabei erweist sich der Soziologe erneut als großer Erzähler: Anhand suggestiver Episoden und berührender Erinnerungen zeigt Eribon, wie wichtig Familie und Herkunft für unsere Identität sind. Und er legt schonungslos dar, wie sehr die Politik, aber auch die Philosophie, ja wir alle die skandalöse Situation vieler alter Menschen lange verdrängt haben.

In diesem ergreifenden Buch über seine Mutter beschreibt Didier Eribon nicht nur das Milieu der französischen Arbeiterklasse mit ihren Sorgen, ihrer Solidarität und ihren Vorurteilen, sondern konfrontiert uns mit der großen Frage, wie wir in unseren Gesellschaften mit Alter und Sterben umgehen.

Bestseller in FOCUS, stern und Börsenblatt
Platz 1 der SWR-Bestenliste
Sachbuch-Bestenliste (WELT/NZZ/rbbKultur/Ö1)
Bibliografische Angaben
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ZITATE

»Ich war ein Sohn, jetzt bin ich keiner mehr.«
»Ich war ein Sohn, jetzt bin ich keiner mehr.«

STIMMEN

»Super Mix aus packendem Roman und Gesellschaftsanalyse.«
Stefan Hochgesand, Berliner Zeitung
»Das Brillante an [Eribons] neuem Buch ist, dass er beiden Seiten Rechnung trägt. Die ersten Teile sind in einfacher Sprache geschrieben, und er bringt sogar eine Hommage an den Dialekt der Champagne unter, den seine Mutter sprach. ... Auf der anderen Seite zieht er im letzten Teil des Buchs aber auch alle Register seines Status als einer der berühmtesten soziologischen Wissenschaftler seines Landes ...«
Max Florian Kühlem, Berliner Zeitung
»Nein, ein verklärendes Mutterbuch ist Eine Arbeiterin nicht geworden, überhaupt ist es ein Buch, das einfache Analysen vermeidet und gerade deshalb zum Nachdenken anregt.«
Nina Apin, taz. die tageszeitung
»Super Mix aus packendem Roman und Gesellschaftsanalyse.«
Stefan Hochgesand, Berliner Zeitung
»Das Brillante an [Eribons] neuem Buch ist, dass er beiden Seiten Rechnung trägt. Die ersten Teile sind in einfacher Sprache geschrieben, und er bringt sogar eine Hommage an den Dialekt der Champagne unter, den seine Mutter sprach. ... Auf der anderen Seite zieht er im letzten Teil des Buchs aber auch alle Register seines Status als einer der berühmtesten soziologischen Wissenschaftler seines Landes ...«
Max Florian Kühlem, Berliner Zeitung
»Nein, ein verklärendes Mutterbuch ist Eine Arbeiterin nicht geworden, überhaupt ist es ein Buch, das einfache Analysen vermeidet und gerade deshalb zum Nachdenken anregt.«
Nina Apin, taz. die tageszeitung
»Wie wenig dieser zum Etikett gewordene Begriff [des autofiktionalen Schreibens] in der Lage ist, die Resultate von Eribons Schreibvorgang zu erfassen, lässt sich an Eine Arbeiterin zeigen. Und zwar deshalb, weil es einfach unangemessen scheint, der würdevollen Schönheit dieses Textes mit einem routinierten Lob auf den Leib rücken.«
Cord Riechelmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»... ein glänzend erzähltes und ergreifendes Buch. Es erschafft einen Raum für Nachdenklichkeit und Trauer und für die große Frage, wie man in Gesellschaften wie der unseren mit Alter und Sterben umgeht.«
Meike Feßmann, Der Tagesspiegel

Personen für Eine Arbeiterin

Didier Eribon, geboren 1953, ist ein französischer Soziologe und Philosoph. Seine Bücher Rückkehr nach Reims und Eine Arbeiterin. Leben, Alter und Sterben wurden zu Bestsellern, Michel Foucault. Eine Biographie zum Standardwerk. 2024 wurde er mit dem Prix de l’Académie de Berlin ausgezeichnet, 2026 erhielt er den Soul of Stonewall Award des CSD Berlin.
Didier Eribon, geboren 1953, ist ein französischer Soziologe und Philosoph. Seine Bücher Rückkehr nach Reims und Eine Arbeiterin....
Übersetzerin
Sonja Finck übersetzt aus dem Französischen und Englischen, darunter Bücher von Jocelyne Saucier, Kamel Daoud, Chinelo Okparanta und Wajdi Mouawad. Für ihre Ernaux-Übersetzungen wurde sie mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.
Übersetzerin
Sonja Finck übersetzt aus dem Französischen und Englischen, darunter Bücher von Jocelyne Saucier, Kamel Daoud, Chinelo Okparanta und...

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Der Autor wird für sein literarisches Werk ausgezeichnet.
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Didier Eribon feiert am 10. Juli 2023 seinen 70. Geburtstag. Der Autor, Soziologe und Philosoph wurde 1953 in Reims geboren.