Hans Ulrich Gumbrecht
»Prosa der Welt« - Denis Diderot und die Peripherie der Aufklärung

Aus dem Englischen von Michael Bischoff. Mit zahlreichen Abbildungen
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Erschienen: 12.10.2020
Gebunden, 400 Seiten
ISBN: 978-3-518-58757-7
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Philosoph und Übersetzer, Kritiker und Schriftsteller, Kunstagent und Enzyklopädist: Denis Diderot, 1713 in der Champagne geboren, 1784 in Paris gestorben, war eine der prägenden Figuren jener Bewegung, die als europäische Aufklärung in die Geschichte eingegangen ist. Doch was ist der Fluchtpunkt seines vielgestaltigen Œuvre, das anders als die Werke seiner Zeitgenossen Voltaire und Rousseau, Schiller, Kant und Hume von einer geradezu zentrifugalen Dynamik gekennzeichnet ist?

Entlang von Szenen aus Diderots bewegtem und bewegendem Leben und in genauen Lektüren seiner Schlüsselwerke geht Hans Ulrich Gumbrecht in seinem eleganten Buch dieser Frage nach und entwickelt einen neuen Zugang zu diesem außergewöhnlichen Intellektuellen. Als Kontrastfolie dient ihm dabei das Systemdenken Hegels, der von Diderots Texten ebenso irritiert wie fasziniert war und sie unter den Begriff einer »Prosa der Welt« brachte.

Gumbrecht zeigt, wie radikal sich Diderot auf die Konkretheiten und Kontingenzen der Welt eingelassen hat und dadurch ins Zentrum einer intellektuellen Peripherie gelangt ist, in die es noch andere zog: Goya zum Beispiel, aber auch Lichtenberg und Mozart. Die Denkbewegungen dieser Peripherie erreichen uns heute als die von Zeitgenossen.

Pressestimmen

»... sein Buch [ist] eine Quelle hochinteressanter Anregungen.«

Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung

»... eine gute Charakteristik Diderots.«

Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kommentare

»Schon jetzt ist klar, es erwartet den Leser eine wunderbare, bestimmt auch zu Herzen gehende Sprache ...
Hans Ulrich Gumbrecht ist ein unermüdlicher fast ruheloser disziplinierter Denker. Ein zutiefst menschlicher Autor.«
Gerhard H., 31.08.2020

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