Peter Gülke
Mein Weimar

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CH: 28,90 sFr

Erschienen: 12.08.2019
Gebunden, 172 Seiten
ISBN: 978-3-458-17817-0
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Weimar – »Ilm-Athen« und »Goethestadt« mit dem Nachbarort Buchenwald. Der Dirigent, Musikwissenschaftler und Schriftsteller Peter Gülke, Nachfahre der Familie Vulpius, vergegenwärtigt sich in diesem Buch die prägenden Erfahrungen seines Lebens: die Kindheit in einer Stadt, die »der Führer« so gern besuchte; Jugend in der stalinistischen DDR; der Musikerberuf im gelenkten Staat; 1983 dann der Entschluss, das Land zu verlassen, weil der Druck seitens der Stasi unerträglich geworden war; 1990 Rückkehr in sein »fernes, nahes, geschändetes, geliebtes Weimar«, das eine andere Stadt geworden ist. Immer wieder öffnen sich Aussichten auf vergangene Epochen, treten Goethe, seine Frau Christiane Vulpius, treten Herder, Schiller, Schopenhauer auf den Plan, aber auch Schubert, Bach, Mendelssohn – wie überhaupt Porträts von Musikern und brillante Musikbeschreibungen einen weiteren Schwerpunkt des Buches bilden. Ein wiederkehrendes Motiv sind die Besuche auf dem Ettersberg und dabei der Versuch, sich »das Unfassliche« des Menschheitsverbrechens zu erklären.

»Vielleicht muss einem die Stadt, in der so viel eigene Vergangenheit hängt, ganz verloren erscheinen, um neu erblickt, neu angenommen zu werden.«

Pressestimmen

»Dieses Interesse für den einzelnen Fall ist der schönste Zug des Buches, darin liegt eine unprogrammatische Humanität.«

Stephan Speicher, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Gülke, der scharfsinnige Intellektuelle, untersucht zunächst das besitzanzeigende Fürwort ›mein‹ und fragt dann gleich, was es mit dem Phänomen Erinnerung auf sich hat.«

Wolfgang Schreiber, Süddeutsche Zeitung

»[Peter Gülke] mixt Kindheitserinnerungen, DDR-Witze und Theaterklatsch mit Betrachtungen über die klassische Hochkultur von Weimar. Der Erzählton klingt charmant, amüsant und schwungvoll und wird von großer Belesenheit getragen.«

Claudia Müritz, Sächsische Zeitung

»Gülke wandelt durch einen privat-öffentlichen Geisteskosmos. Er offenbart dabei größte Belesenheit ... «

Michael Helbing, Thüringer Allgemeine

»In einer Fülle von persönlich geprägten Anekdoten und historischen Ausflügen lässt Gülkre illustre Namen und Momente der deutschen Kultur- und Geistesgeschichte Revue passieren, die den herausragenden Rang Weimars als nationalen Leutturm eindringlich unterstreichen.«

Badische Neuste Nachrichten Nr. 200

»Der oft beschworene Geist von Weimar wird von ihm konfrontiert mit der Erfahrung von Leid und Elend, mit dem nahe liegenden KZ Buchenwald. – Das alles vermittelt der Autor in einer subtilen Sprache, die den Prozess der notwendigen Reflexion geradezu provoziert. Nicht nur für Weimarianer ein Gewinn.«

Klaus Hohlfeld, ekz.bibliotheksservice

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