Gershom Scholem
Poetica - Schriften zur Literatur, Übersetzungen und Gedichte

Herausgegeben und kommentiert von Herbert Kopp-Oberstebrink, Hannah Markus, Martin Treml und Sigrid Weigel
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D: 58,00 €
A: 59,70 €
CH: 77,90 sFr

Erschienen: 11.03.2019
Gebunden, 780 Seiten
ISBN: 978-3-633-54292-5
Auch als eBook erhältlich

Gershom Scholems literarischer Kosmos


Gershom Scholems Name steht über die Fachgrenzen der Jüdischen Studien hinaus für die Geschichte der jüdischen Mystik und des jüdischen Messianismus. Weniger bekannt ist, dass er zeitlebens intensiv mit Dichtungen und Übersetzungen sowie mit philologischen sprachtheoretischen Fragen befasst war. Die Edition zeigt diese literarische Seite des bekannten Religionswissenschaftlers. Sie gibt erstmals umfassend und systematisch Einblick in die Arbeit des Literaten und Übersetzers, des Intellektuellen und Kritikers, indem sie Scholems Poetica in sechs Abteilungen versammelt und die einzelnen Texte ausführlich kommentiert.

Gerschom Scholem erscheint hier als engagierter Intellektueller Israels, der sich in zeitgenössische Debatten um Autoren im Lande und um solche in der Diaspora einschaltete und intervenierte, so analytisch wie aufgeregt.

Pressestimmen

»Poetica so wird man nach der Lektüre sagen müssen, ist ein eigener Erdteil in der Welt Scholems. Einer, der bislang halb unter Wasser lag und jetzt seine volle Schönheit entfalten kann. Mit dem Band ist den Herausgebern zudem eine Verlebendigung dieses großen Gelehrten gelungen, die man gar nicht mehr zu erhoffen wagte.«

Thomas Meyer, DIE ZEIT

»Auch Gegenwartsliteratur kann man vom Alten Testament her lesen: Gershom Scholem hat es getan.«

Felix Philipp Ingold, Neue Zürcher Zeitung

»Scholem hat der deutschen Literatur und Kultur ungeheuer viel gegeben, nicht nur für das Verständnis vom Judentum, sondern gerade auch für das Verständnis der deutschen Tradition.«

Wolfgang Matz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Der Judaist Gershom Scholem ist durch einen großen Band endlich auch als literarisch versierter Kritiker, Essaysist und Dichter zu entdecken.«

Eberhard Geisler, Frankfurter Rundschau

»Jedenfalls erlaubt der Band einen guten Einblick in das Werk von Gershom Scholem und die jüdischen Traditionen. Weil man darüber in Deutschland gemeinhin erstaunlich wenig weiß, eröffnet die Poetica eine andere Seite der Aufarbeitung des Holocaust, nämlich nicht nur Einblick in das Geschehene, sondern in das jüdische Leben und Denken, das zerstört oder vertrieben wurde, in das was daher jetzt in diesem Lande fehlt.«

Hans-Martin Schönherr-Mann, Deutschlandfunk

»Für jene, die sich zum ersten Mal mit Scholem befassen, bieten die Poetica eine – man darf sagen: unverzichtbare – Ergänzung zu seinen wissenschaftlichen und (kultur-)politischen Arbeiten; Kenner(innen) der Materie hingegen dürften vom glänzenden Stil, dem Ideenreichtum und der dichten Verzwirnung der hier verfolgten literarischen Gedanken überrascht sein. – Die umsichtig edierten und von Eva-Maria Thimme teilweise aus dem Hebräischen übersetzten Texte sind jeweils am Ende kommentiert, wobei ein den Band abschließendes Glossar die wichtigsten wiederkehrenden Judaica und Hebraica aufschlüsselt. Den Herausgeber(inne)n kann man für diesen sorgfältig gemachten und zur Wieder- und Neuentdeckung Scholems einladenden Band kaum genug danken.«

Cord-Friedrich Berghahn, Zeitschrift für Germanistik 2020

»Hätte das Personengedicht in der Literaturwissenschaft die ihm gebührende Wertschätzung, müsste Scholem zu den prägenden deutschsprachigen Lyrikern im 20. Jahrhundert gezählt werden.«

Wolfgang Braune-Steininger, lyrikgesellschaft.de

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