Hans Magnus Enzensberger
Überlebenskünstler - 99 literarische Vignetten aus dem 20. Jahrhundert

Mit 99 Abbildungen
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Erschienen: 16.04.2018
Gebunden, 366 Seiten
ISBN: 978-3-518-42788-0
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Das 20. Jahrhundert war eine Blütezeit von Schriftstellern, die Staatsterror und Säuberungen überlebt haben, mit all den moralischen und politischen Ambivalenzen, die das mit sich brachte. Wie ist es dabei zugegangen? Waren sie zu standfest, um vor der Macht zu kapitulieren? Hatten sie ihr Überleben ihrer Hellsicht, ihrer Intelligenz oder Schlauheit zu verdanken, ihrem Glauben an sich selbst, ihren Beziehungen oder ihrem taktischen Geschick? Waren es Glücksfälle, die an ein Wunder grenzten, durch die sie dem Gefängnis, dem Lager und dem Tod entronnen sind, oder waren es Strategien, die von der Anbiederung bis zur Tarnung reichten? Wer das so klar unterscheiden könnte!

Hans Magnus Enzensberger nähert sich in 99 pointierten, bewusst subjektiven Darstellungen den Lebensläufen und den speziellen Überlebensstrategien internationaler Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Aber auch den objektiven Gründen dafür, dass ihnen ihr Überleben im 20. Jahrhundert, dem »Zeitalter der Gewalt«, gelungen ist. Der scheinbar übermächtigen Gegnerschaft gründlich formierter Gesellschaften und autoritärer, zum Äußersten entschlossener Staatsführungen zum Trotz. Dass sich daraus auch für die Gegenwart noch lernen ließe, ist, so der Autor, nicht ausgeschlossen.

Aus dem Buch

»Das ist doch alles lange her, werden Jüngere sagen. Wirklich? Sind Anpassung, glückliche Zufälle, Kompromisse und mehrdeutige Entscheidungen von vorgestern? Kann man nichts von ihnen lernen? Es kommen härtere Tage.«

Pressestimmen

»Das Buch versammelt Großmannsüchtige, dröhnend Erfolgreiche, nach Parvenüart Protzende und an knirschender Armut zugrunde gehende Autoren. Enzensberger weiß mit geistigen Großmächten aus erster Hand zu berichten.«

Christian Thomas, Frankfurter Rundschau

»Sein alter Spürsinn funktioniert eben immer noch: Hans Magnus Enzensberger beweist, dass das 20. Jahrhundert längst nicht auserzählt ist.«

Alexander Cammann, DIE ZEIT

»Enzensberger streut immer wieder geschickt, wie nebenbei, eine persönliche Erinnerung ein.«

Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung

»Enzensberger zeigt, mit welchen Strategien die Schriftsteller durchs 20. Jahrhundert kamen. Entstanden ist eine Porträtgalerie aus dem ideologischen Zeitalter.«

Richard Kämmerlings, DIE WELT

» ... doch ist dieser unprätentiös vorgetragene Klatsch, dieser scheinbar entspannt dahingeplauderte Anekdotenreigen viel packender und aufregender, als ein ganzes Regal hochgelehrter Sekundärliteratur.«

Alexander Altmann, Nürnberger Nachrichten

»Es ist ein Merkbüchlein mit wertvollen Lesefrüchten, Zitaten und Anekdoten,von denen sich auch für die Gegenwart noch lernen lässt.«

Alexandra Hildebrandt, Huffington Post

»Ein überwältigendes Buch.«

Werner Fritsch, Hessische/Niedersächsische Allgemeine

» ... ein Hohelied auf die Literatur, das gleichwohl auf den hohen Pathos-Ton verzichtet. Das Erkenntnisvermögen für den Leser ist enorm. ... Was für eine Hommage, was für ein Buch!«

Marko Martin, Deutschlandfunk Kultur

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