Eine Philosophie der Demokratie
Thomas G.Masaryk (1850-1937), der erste Präsident der ersten tschechoslowakischen Republik, war ein politischer Denker, der seinem Volk die Vision einer demokratischen Philosophie und einer demokratischen Politik als Postulat zu deren Umsetzung ins Praktische gegeben hat. Demokratie ist für Masaryk eine »Welt- und Lebensauffassung«. Zwi Batscha entfaltet die Weite und Vielschichtigkeit des dieser Auffassung zugrundeliegenden philosophisch-politischen Demokratiebegriffs: eine...
Thomas G.Masaryk (1850-1937), der erste Präsident der ersten tschechoslowakischen Republik, war ein politischer Denker, der seinem Volk die Vision einer demokratischen Philosophie und einer demokratischen Politik als Postulat zu deren Umsetzung ins Praktische gegeben hat. Demokratie ist für Masaryk eine »Welt- und Lebensauffassung«. Zwi Batscha entfaltet die Weite und Vielschichtigkeit des dieser Auffassung zugrundeliegenden philosophisch-politischen Demokratiebegriffs: eine fundamentaldemokratische Einstellung, die sich von einer auf Philosophie und Wissenschaft gegründeten Weltanschauung über die Geschichtsphilosophie und Verfassungstheorie bis hin zu den zwischenmenschlichen und moralischen Beziehungen auf alle möglichen Bereiche erstreckt. Qualitativ – so Batscha – ist das Œuvre Masaryks der schottischen Moralphilosophie, den französischen Enzyklopädisten und der deutschen Popularphilosophie zuzuordnen, die alle lebensgestaltend wirken wollten und die Bedeutung des Verstandes, der Toleranz und der Humanität betonten.
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