Nelka

Roman
Nelka
Roman
Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh im Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters erwehren. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach...
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Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh im Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters erwehren. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach dem Krieg ein Vermögen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss.
Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das macht Svenja Leiber in ihrem neuen Roman sichtbar. Sie erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten. Nelka beleuchtet ihre Schicksale hellwach und sensibel – und bewahrt die Erinnerung an sie.
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Personen für Nelka

Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte, debütierte 2005 mit dem Erzählungsband Büchsenlicht, 2010 folgte der Roman Schipino. Im Suhrkamp Verlag erschien 2014 Das letzte Land, 2018 Staub und 2021 Kazimira. Svenja Leiber lebt und arbeitet in Berlin und Schleswig-Holstein.
Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Philosophie,...

STIMMEN

»Nelka … ist ein meisterhaftes Buch, präzis, anschaulich und völlig unsentimental. Gerade deshalb wühlt es auf. Die Autorin schreibt mit verblüffendem Sinn fürs sprechende Detail. Nichts wirkt angelesen. Die Konstruktion – zwei Zeitebenen, zwei Perspektiven – trägt.«
NZZ am Sonntag
»[Leiber findet] in ihrem nun sechsten Roman, eine wirklich unabgenutzte Sprache: ohne Sentimentalität und verlogene Melancholie, mit Härte manchmal, unaufgeregt; poetisch manchmal, auch das.«
Rose-Maria Gropp, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Svenja Leiber erzählt ... souverän vor gut recherchiertem Hintergrund.«
Eva Behrendt, wochentaz
»Nelka … ist ein meisterhaftes Buch, präzis, anschaulich und völlig unsentimental. Gerade deshalb wühlt es auf. Die Autorin schreibt mit verblüffendem Sinn fürs sprechende Detail. Nichts wirkt angelesen. Die Konstruktion – zwei Zeitebenen, zwei Perspektiven – trägt.«
NZZ am Sonntag
»[Leiber findet] in ihrem nun sechsten Roman, eine wirklich unabgenutzte Sprache: ohne Sentimentalität und verlogene Melancholie, mit Härte manchmal, unaufgeregt; poetisch manchmal, auch das.«
Rose-Maria Gropp, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Svenja Leiber erzählt ... souverän vor gut recherchiertem Hintergrund.«
Eva Behrendt, wochentaz
»Der Autorin Svenja Leiber gelingt es, den abstrakten Geschichten von der Zwangsarbeit Gesichter zu verleihen. Die Hoffnungen und Träume Nelkas und ihr immerwährender Kampf, trotz der Erniedrigungen den Lebensmut nicht zu verlieren: All dies beschreibt die Schriftstellerin mit einer Leichtigkeit, die das eigentlich schwere Thema bei aller bitterer Melancholie adäquat umsetzt. Dabei hat sie eine starke Frauenpersönlichkeit als Heldin geschaffen.«
Manfred Hitzeroth, Oberhessische Presse
»Keine Spur von Effekthascherei, dafür Zeugnis von Geschichte, die allzu schnell sprachlos macht. Grosse Literatur!«
literaturblatt.ch

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